Anzeiger für Kunde der deutschen Vorzeit (Jg. 26, 1879) by Various
1879. Nº 9. September.
4592 words | Chapter 209
Wissenschaftliche Mittheilungen.
Althochdeutsches aus dem 11. Jahrhundert.
In der Sammelhandschrift C. 171 der Stadtbibliothek in der Wasserkirche
zu Zürich, klein 8º, von verschiedenen Händen des 11.-12. Jahrh.
zusammengeschrieben, auf Bl. 1 das Psalterium Jeronimi, dann von Bl.
17 a eine Reihe lateinischer Beichtformeln und Gebete enthaltend,
Bl. 151 mit einem solchen schließend, fand Herr Prof. S. Vögelin das
nachfolgende deutsche Stück, welches Bl. 106 b ausfüllt.
Sinc den saltare unde tuͦ dine uenie zu ieglichemo salmen unt sprih
G͠la patri unt Req^it et Gip zu iegelicher uenie ein almvͦsen
unt ein cherzen gemezzen nah dem mitteristemo uingere diner zesewen
hant unt tuͦ daz nahtes. unt friume des morgenes alle die selmisse
die duͦ megest. unt bit die brieste daz si die sele dines friuntes
dem almahtigen gote beuelhen mit uollemo ambahte alsame da men den
lichnamen der erde beualch. Daz tu an dem sibenten unt zu iegelichemo
drizegisten so chumet dir diu sele zegesihte alnah diu so ir dine stet.
/Basel./ /M. Heyne./
Ein Spinett vom Jahre 1580.
Mit einer Tafel.
Das interessanteste Stück der im germanischen Museum aufbewahrten
Sammlung musikalischer Instrumente ist ohne Zweifel ein Spinett mit der
oben angegebenen Jahreszahl, sowohl wegen seiner äußeren Ausstattung,
als wegen der inneren Einrichtung, die dasselbe noch um eine oder
einige Stufen dem Ursprunge des Claviers näher stellt, als die von
Prätorius beschriebenen Werke, aus dessen /Sciagraphia/ wir erst
genauere Kenntniß über die älteren Musikinstrumente erhalten. Hat
sich dasselbe auch, wie aus der Abbildung ersichtlich, bis zu vier
Octaven erweitert und statt der zwanzig Tasten, mit welchen sich nach
Prätorius’ Angabe das erste Clavichord vom einsaitigen Monochord
abgelöst, deren neunundvierzig angenommen, auch Tasten für alle
Halbtöne nach der heute noch üblichen Weise eingefügt, so steht es doch
nach der Art, wie es die Töne hervorbringt, noch auf dem ältesten Boden
des Saitenspiels, für welches anfänglich die Harfe, später die Laute
maßgebend war. Die Saiten werden noch nicht angeschlagen, sondern durch
kleine Federn, die in den aufstehenden Enden der Tasten angebracht
sind, gerissen, wie es bis zum Beginn des 16. Jahrh. auch bei den
letztgenannten Instrumenten, den Lauten, der Fall war. Diese primitive
Technik hat aber bereits die Schwierigkeit, welcher sie zu begegnen
hat, erkannt und ist auf sinnreiche Weise bemüht gewesen, sie zu
überwinden. Die Hämmer, an welchen die Federn befestigt, sind nämlich
in Gabelform gebildet, in deren Oeffnung ein leichter Holzzapfen an
quergehendem Drahtstift so hängt, daß er durch das längere und deshalb
schwerere untere Ende in senkrechter Stellung erhalten wird. Ein am
unteren Ende der Gabelöffnung, hinter dem hängenden Zapfen angebrachter
Fischbeinstift verhindert, daß jener sich nach vorn überneigen kann,
was geschehen würde, sobald die im oberen Ende angebrachte Feder, ein
vorn zugespitztes Stück einer Gänsepose, von unten durch Erhebung des
Hammers an die Saite gedrängt wird.
Ohne diesen dem Zapfen durch den Stift gegebenen Halt würde die Saite
weniger stark gerissen, der Ton somit abgeschwächt, wenn nicht ganz
aufgehoben werden. Die ganze Anordnung ist aber erforderlich, damit
nicht die Feder, welche durch Anschlagen der Taste über die Saite
erhoben wird, beim Zurückfallen derselben, indem sie sich wieder unter
die letztere begibt, diese noch einmal reiße und so den Ton zweimal
hervorbringe, oder, was bei der Leichtigkeit der Hämmer wirklich der
Fall sein würde, auf der Saite liegen bleibe und so ein wiederholtes
Anschlagen der Taste tonlos mache. Bei der bestehenden Einrichtung
aber legt der Zapfen beim Sinken des Hammers sich nach hinten über,
und die Feder gleitet möglichst leise über die Saite zurück, indem sie
im sanften Rückschlage auf dieselbe zugleich die Aufgabe der neueren
Gegenhämmer versieht und das zu lange Nachklingen der Saite verhindert.
Der Ton unseres Instrumentes ist bereits stärker und voller, als der,
welchen fast zweihundert Jahre später die fünf Octaven haltenden und
angeschlagenen Claviere geben.
Eine eigenthümliche Bereicherung des hier besprochenen ist ein zweites,
kleineres Spinett, welches, in das erstere eingeschoben, so weit daraus
hervorgezogen werden kann, daß es ein vierhändiges Spiel ermöglicht. Es
enthält ebenfalls vier Octaven und ist in der beschriebenen Einrichtung
jenem gleich. Nur sind die Saiten in entsprechender Weise verkürzt, und
statt der zwei Schalllöcher des ersteren enthält es nur ein solches.
Der Fuss, welcher das Instrument gegenwärtig trägt, ist neu
hinzugefügt. Ursprünglich war es ohne Zweifel ohne einen solchen und,
wie noch die bei Prätorius abgebildeten, bestimmt, auf einen Tisch oder
wol eher auf eine Bank von entsprechender Höhe gelegt zu werden. --
Im Uebrigen ist seine äußere Ausstattung eine glänzende; sie bezeugt
sicherlich, daß es aus vornehmem Besitze stammt. Charakteristischer
Weise ist aber aller Schmuck auf den inwendigen Raum verlegt, so
daß das Ganze bei geschlossenem Deckel nur wie ein schwarzer Kasten
erscheint und erst nach Aufschlagen des letzteren der ganze Reichthum
an figürlichen und ornamentalen Malereien, vergoldeten Medaillons u.
s. w. sichtbar wird. Die untere Seite des Deckels zeigt eine in freier
Landschaft sich erlustierende Gesellschaft. In einem von niedrigen
Höhenzügen gegen den Horizont abgeschlossenen Thale breitet, wie es
scheint, mit zwei Armen ein Fluss sich aus, der auf der so gebildeten
Landzunge ein stattliches Schloß mit daran stoßendem Park und Garten
bespült. Der letztere, durch hölzerne Stakete abgeschlossen und im
Geschmacke des ausgehenden 16. Jahrh. mit zugeschnittenen Gängen
und Lauben, Springbrunnen, Tischen, Sitzen u. s. w. ausgestattet,
bildet den Schauplatz der dargestellten Vergnügungen. Ein Theil der
Gesellschaft befindet sich noch an der Tafel unter der großen Laube,
deren kuppelförmiges Blätterdach von Karyatidenpfeilern getragen wird,
wie es scheint, beim Nachtisch; denn die breiten Venetianergläser
machen sich bereits als die am meisten gehandhabten Geräthe bemerkbar,
und ein Diener bringt auf einer Schüssel einen großen Kuchen herzu.
Ein anderer Theil hat sich bereits durch den Garten zerstreut und
in verschiedenen Gruppen auf dem Rasen gelagert. Links blicken in
bewegter Unterhaltung ein Herr und zwei Damen über das Geländer in
den Fluß; daneben macht ein anderes Paar mit dem Hausnarren und einem
Zwerge sich zu schaffen, -- ein Zeichen, daß wir in angesehener
Gesellschaft uns befinden; denn beide letztere pflegten damals nur
den fürstlichen Hofstaat zu bereichern. Andere sind in musikalischer
Unterhaltung begriffen, wobei Lautenspiel und Gesang vorherrschen;
wieder andere lustwandeln paarweise, ruhen auf gemauerten und mit
Brettern bedeckten Bänken u. s. w. -- Ein in Charnieren hängender
oberer Theil des Deckels, bestimmt, die Vorderseite des Instrumentes
zu schützen, enthält, in Oel gemalt, eine Darstellung Davids, der von
Saul, vor welchem er gespielt, mit dem Speere bedroht wird, daneben
als Randverzierung allerlei Musikinstrumente. Doch stammt die Malerei
aus späterer Zeit und ist deshalb in unsere Abbildung nicht mit
aufgenommen. Der Resonanzboden ist mit einzelnen Blumen bemalt; die
drei erwähnten Schalllöcher aber sind mit zierlich durchbrochenen, zum
Theil in der Mitte vertieften Rosetten ausgelegt, deren vergoldetes
Maßwerk noch gothische Motive aufweiset. Die Vorderseite sowohl beim
großen, wie beim kleinen Spinett, ebenso die Klappe, welche das
letztere in seinem Verschlusse birgt, zeigen, auf röthlichem Grunde
weiß und gelb ausgeführt, Arabesken in reinem Renaissancestil, welche
den Raum zwischen sieben vergoldeten Medaillons füllen, die ihrerseits
durch breite, schwarze und mit weißen Linienornamenten verzierte Rahmen
noch mehr hervorgehoben werden. Die auf den Medaillons dargestellten
Personen sind: Prinz Alexander Farnese, Wilhelm von Oranien, welcher
zweimal vorkommt, Kaiser Maximilian II. und seine Gemahlin Maria als
Königin von Böhmen, Anna von Oesterreich, Gemahlin König Philipps
II. von Spanien, König Philipp II. selbst und Charlotte von Bourbon,
Gemahlin des Prinzen Wilhelm von Oranien. -- Der Deckel eines links,
in der vordern Ecke des Resonanzbodens angebrachten, zur Aufbewahrung
des Stimmhammers, der Saiten u. s. w. bestimmten Kästchens enthält
ebenfalls ein hübsches Bildchen: einen Herrn und eine Dame, welche,
im Gespräch begriffen, in freier Landschaft einander gegenüber
stehen. Diese, wie die übrigen älteren Malereien, sind in brillanten
Wasserfarben ausgeführt.
Eine werthvolle Zugabe ist der Name des Meisters /Martinus van
der Biest/, der sich als Verfertiger des Instrumentes nebst der
Jahreszahl der Entstehung 1580 auf der Spannleiste über den Saiten
genannt hat. Zu bedauern ist daß er nicht auch den Ort angegeben; denn
die Herkunft zu wissen, wäre nicht minder wichtig. -- Der Name verräth
den Meister sogleich als Niederländer; auch könnte das Vorherrschen der
Bildnisse aus der oranischen Familie auf den Medaillons auf denselben
Ursprung deuten. Mehr noch würde es besagen, wenn bekannt wäre, wem
der auf der Innenseite der Klappe angebrachte und beim Herabhängen
derselben sichtbar werdende Wahlspruch: /espoir confoirte/
angehört habe. Die bekannten Prinzen der oranischen Familie führten
andere Devisen, soweit ihre zahlreichen Portraits darüber Auskunft
geben. Ein Martin van der Biest soll gegen Ende des 16. Jahrh. in
München gelebt haben. Wäre dieser der Verfertiger unseres Instrumentes,
so fiele dasselbe in die Glanzperiode, welche die Pflege der Musik
in Bayern unter Herzog Wilhelm V. gewann, und würde dadurch, als
unmittelbares Zeugniß derselben, doppelt interessant. -- Vielleicht
gibt diese Mittheilung Anlaß, dem Meister an Ort und Stelle weiter
nachzuspüren.
v. E.
Leipziger Zoll- und Messstreitigkeiten aus dem Ende des 14.
Jahrhunderts.
„Wir schepphin der Stat zu lipczk bekennen daz wir vmb recht seyn
gefraget nach disen worten | vor vns send komen eczliche geste in
vnseren jaremarkte vnd haben geclagt vber vnsern zolner wy daz er sy
vͤbernomen habe an dem zolle | dor zu hat geantwort vnser zolner
vnd spricht er habe sy nicht vͤber nomen an dem zolle daz wolle er
wol erwysen mit dem rechten. Nu hat vnser richter vns vmb daz vrteile
gefraget | wye daz vnser zolner erwysen schol vff seynem zole wenn er
yn nennet er sey seyn erbezole vnd wye vnser zolner den zole nemen
sol dez hat er nicht brife noch alde kuntschaft[356]. Bitten wir
wͤch[357] daz ir vns vnderwyset mit rechte wy vnszer zolner daz
erwysen sol vff seynen zole daz er recht tu vnd den gesten auch recht
geschehe oder waz recht sey.
Hir vff sprechen wir Schepphen zu lipczk eyn recht.
Nach dem male dy geste den zolner schuldigen daz er sy an dem zolle
vͤbirnomen habe vnd der zolner dor zu neyn spricht So mage er dez
vnschuldig werden mit seynes selbes hand zu den heiligen[358] ob er
thar[359] von rechtes wegen.
Daz dis recht recht sey dez zu eynem vrkunde haben wir schepphen zu
lipczk vnsz jnsigel ruckenhalben[360] an disen offen brif laszin
drucken.“
Vorstehendes ist entnommen einem alten, 1388 angelegten Stadtbuche auf
der hiesigen Rathsbibliothek (drittletztes Bl.). Die Eintragung rührt
der Schrift nach ohne Zweifel von Mag. Friederic Eybanger de Nurnberg
her, der das Stadtbuch angelegt hat, und stammt, wenn nicht aus dem
Jahre 1388 selbst, so doch sicherlich aus einem der nächsten Jahre.
Die Rechtsentscheidung, von der das Stadtbuch die obige undatierte
Copie enthält, gehört wahrscheinlich auch dem 9. Jahrzehnt des 14.
Jahrh. an und betraf wol /vogtländische/ „Gäste des Leipziger
Jahrmarkts“, da sie sich eben in dem hiesigen Stadtbuch findet, und
zwar unter einer kleinen Reihe von Copieen von Urkunden, die sich auf
Plauen, Hof und Weida beziehen.
/Plauen./ /Joh. Müller./
FUSSNOTEN:
[356: Zeugniß, gerichtliche Bestätigung.]
[357: euch, sc. ihr Schöppen; -- es ist direkte Anrede des Richters.]
[358: d. i. mit einem Eide, welcher gewöhnlich unter Anrufung der
Heiligen („so helfe mir Gott und die Heiligen!“) und unter Auflegung
der rechten Hand auf deren Reliquien abgelegt wurde. Vgl. Grimm,
Wörterbuch IV, II, 830 f. Dr. Fr.]
[359: wenn er (es zu thun) wagt; /türren/, wagen, mhd. anomales Verbum:
präteritales Präsens ich tar, wir turren; Prät. ich torste (noch bei
Luther). Dr. Fr.]
[360: auf der Rückseite.]
Der Mathematiker Joh. Schindel (1444).
In dem Maihinger Codex, aus welchem ich neulich (s. Sp. 174 ff.) die
Nachricht über den Füssener Spitalbau mittheilte, steht unter andern
Gelehrtenbriefen auf Blatt 247 ein Brief des bekannten Aeneas Sylvius
Piccolomini, welcher nach G. Voigt’s chronologischem Verzeichnisse der
„Briefe des Aeneas Sylvius vor seiner Erhebung auf den päpstlichen
Stuhl“ (in dem Archiv für österreich. Geschichts-Quellen, Bd. XVI,
1856, S. 321 ff.) noch nicht bekannt zu sein scheint:
Domino /Johanni Schindel/[361] singulari astronomo viroque
probatissimo Eneas Silvius s. p. d. Reversus nunc ad cesarem insignis
miles Procopius de Rabenstein tui meique amantissimus retulit, quod
mihi summe voluptati fuit me tibi dilectum esse.. Quid enim in me
est, quod a te viro laudatissimo diligi debeat?... Nihil ego erga te
boni unquam operatus sum.. cur ergo me colas non scio... Quia laus ea
demum dulcis est que a laudato viro procedit, magno me munere donatum
arbitror, dum me tuis litteris extolli audio.... Daturus operam ut
talis sim qualem me predicas... Nunquam ego te vidi neque tu me uti
arbitror vidisti. Sed tua fama facit ut te unice observem; nam seculi
nostri precipuum decus censeris qui et siderum cursus et futuras
tempestates et pestes et steriles annos unicus vere predicere noris;
hinc ego te amo colo observo sumque tuus. Nam virtus huius mundi et
quos nunquam vidimus amare nos facit... Tu ergo, vir prestantissime,
a me amaris qui tua singulari ac prestanti virtute nostrum ornas
seculum... ornari me tua dilectione non ambigo. Persevera igitur; nam
et si non quem reris, tamen is sum, qui diligentes me reciproce diligo
totisque viribus amo. Vale; ex Wienna die XX. Novembris anno 44.
/Dinkelsbühl./ /Georg Schepß./
FUSSNOTE:
[361: Zu Joh. Schindel vergl. Anzeiger 1878, Nr. 1, Sp. 1.]
Der kultur- und kunstgeschichtliche Inhalt der Darstellungen in
Miniaturen, Handzeichnungen, Gemälden, Holzschnitten u. s. w. in den
Sammlungen des germanischen Museums.
[Illustration: Fig. 1.]
Die Sammlung der Handschriften, die mit Miniaturen und Handzeichnungen
ausgestattet sind, welche das germanische Museum besitzt, kann sich
zwar nicht mit den ähnlichen Beständen alter, großer Bibliotheken,
jene der Handzeichnungen nicht mit älteren Kunstsammlungen messen.
Als das germanische Museum begründet wurde, war die Zeit zum Sammeln
nach beiden Richtungen vorüber. Was etwa noch in den Handel kam,
wurde meist mit Preisen bezahlt, die es unserer Anstalt unzugänglich
machten. So ist nach den genannten beiden Richtungen hin der Bestand
der freih. von Aufseß’schen Sammlungen nicht sehr wesentlich gemehrt
worden. Nichtsdestoweniger ist denn doch Manches vorhanden, was in
künstlerischer Beziehung als eine Perle bezeichnet werden kann, die
zwischen anderen Sachen wie in einer goldenen Fassung steckt, und
die verschiedenen Darstellungen enthalten außerordentlich reiches
Material zur Kulturgeschichte. Glücklicher ist das Museum in Bezug
auf die gedruckten Bücher mit Illustrationen aus dem 15. und 16.
Jahrh., wie in Bezug auf Holzschnitte und Kupferstiche, nach welchen
Richtungen mit Glück umfassende Erwerbungen hatten gemacht werden
können. Selbst in Bezug auf Gemälde waren die Bemühungen des Museums
von günstigerem Erfolge vor allem dadurch begleitet, daß die kgl.
bayer. Staatsregierung aus ihren Beständen dem Museum Vieles überließ.
So sind auch auf diesem Gebiete manche „Perlen“ der Sammlung des
Museums einverleibt worden. Vor allem war aber bei der Auswahl die
kulturgeschichtliche Bedeutung der Bilder maßgebend, und manches Bild
ist zur Erläuterung kunstgeschichtlicher Fragen von Wichtigkeit, wenn
es auch als Kunstwerk nicht den ersten Rang einnimmt.
[Illustration: Fig. 2.]
So ist reiches wissenschaftliches Material in den bildlichen
Darstellungen aufgehäuft, das alle Gebiete der Kunst- und
Kulturgeschichte berührt. Ebensolches aber befindet sich auch in den
Kunstsammlungen der Stadt Nürnberg, die, im germanischen Museum
bewahrt, eine Gemäldesammlung, eine Sammlung von Handzeichnungen,
Kupferstichen und Holzschnitten umfassen, zu der kostbare plastische
Werke, Glasgemälde u. v. A. hinzukommen, die neben ihrem Kunstwerthe
auch kunstgeschichtliche Bedeutung haben, und deren Darstellungen
gleichfalls eine Fülle kulturgeschichtlich interessanter Beiträge für
die wissenschaftliche Forschung bieten. Freilich ist unter allen diesen
Schätzen von Darstellungen auch Manches, was nicht gerade als neu
gelten kann, aber doch immerhin nicht zu unterschätzende neue Beispiele
und Belege für Folgerungen gibt, die bereits aus anderen Quellen
gezogen sind. Insofern der Anzeiger die Aufgabe hat, unbekanntes
Quellenmaterial zur Veröffentlichung zu bringen, und in erster
Linie auf den Bestand des Museums eingehen und daraus bringen soll,
was in irgend einer Beziehung interessant ist, liegt allerdings die
Veranlassung nahe, nunmehr die bildlichen Quellen zur Kulturgeschichte
einmal eingehend zu prüfen und daraus Manches zu veröffentlichen.
Allerdings wird dabei nicht die Veranlassung vorliegen, zu jedem Bilde
eine umfassende Erläuterung zu geben. Wie so manche schriftliche Quelle
genügend für sich spricht und der Fachmann auch ohne Erläuterung sie
gerne hinnimmt, so auch hier. Nur weil unser Blatt nicht ausschließlich
einem bestimmten Kreise von Gelehrten angehört, sondern Vertreter
der verschiedensten Fächer, selbst absolute Laien zu seinen Freunden
zählt, müssen wir dann und wann nicht den Kunstgelehrten, nicht den
Forscher auf dem Gebiete der Waffen und Trachten oder anderer Zweige
der Kulturgeschichte, sondern die Laien darauf aufmerksam machen, wie
Manches, was ihnen im Einzelnen unbedeutend erscheint, doch für die
wissenschaftliche Forschung werth ist, beachtet zu werden.
[Illustration: Fig. 3]
Soweit es sich hier um die bildlichen Quellen handelt, die aus
Handschriften geschöpft sind, liegt für uns keine Veranlassung vor, die
literarische Bedeutung der betreffenden Handschriften zu beleuchten.
Zum Theil ist dies schon geschehen; denn wir werden auf manchen Codex
zurückzukommen haben, der bereits im Anzeiger besprochen, oder an
anderer Stelle von competenten Gelehrten gewürdigt worden ist. So weit
dies noch nicht geschehen, mögen literargeschichtliche Forscher dies
noch thun. Nur wo sich etwa aus dem textlichen Inhalte eine Erklärung
für die kulturgeschichtliche Bedeutung ergibt, haben wir Veranlassung,
darauf einzugehen.
Es dürfte wol kaum ein Gebiet der Kulturgeschichte sein, für welches
nicht neue Quellen aus unseren bildlichen Darstellungen erschlossen
werden. Welche Fülle schöner Motive liegt in so vielen Initialen,
und welche Beiträge zur Kunstgeschichte vom 10. bis 17. Jahrh. liegen
darin! Welche reiche Quelle für die Geschichte der Trachten, des
Schmuckes, der Waffen fließt aus diesen Bildern! Welche merkwürdige
Illustration erhält das häusliche Leben auf der Burg, im Kloster, wie
im Bürgerhause! Das Leben auf den Strassen der Stadt, wie auf der
Landstrasse wird beleuchtet; Handel und Verkehr treten uns vor Augen.
Zur Geschichte der Mechanik bieten sich die interessantesten Beiträge.
Die christliche Ikonographie, die Heraldik erhalten Förderungen.
Es würde nun allerdings die Versuchung nahe liegen, chronologisch oder
nach einzelnen Gebieten das gesammte Material systematisch vorzunehmen;
wir fürchten jedoch, daß nur der jeweilige Fachmann dadurch befriedigt
würde, glauben dagegen, daß die Mehrzahl der Leser uns mehr Dank wissen
wird, wenn wir, dem Charakter einer Zeitschrift entsprechend, eine
etwas bunte Reihe folgen lassen.
Die Fülle des Materials erstreckt sich aus fast alle Zeiten vom 10.-17.
Jahrh. -- allerdings ist die älteste Zeit weniger reich vertreten als
die spätere -- und auf alle Gebiete des Lebens. Wir greifen hier in
Fig. 1 nur ein Motiv heraus. Es ist einem hebräischen Manuscripte,
einer Hagada vom 14.-15. Jahrh. entnommen: ein Zug wandernder Leute,
wie sie oft die Landstraßen bevölkert haben mögen, zu Fuß, zu Pferd und
zu Wagen, von bewaffneten Fuhrleuten geleitet, theilweise selbst Waffen
tragend, die Frauen hinter den Männern auf dem Pferde, die Kinder,
soweit sie nicht selbst schon mit dem Stabe wandern, auf dem Kopf und
in Rückenkörben getragen, das Gepäck theils in Ballen auf dem Kopfe
der Wanderer, theils auf Maulthiere geladen. Es ist kein Kunstwerk,
das uns in den rohen Zeichnungen entgegentritt, die im Originale noch
roher coloriert sind; aber welch lebendiges Bild zeigt sich uns, sicher
werth, als Beitrag zur Kulturgeschichte veröffentlicht zu werden. Und
solcher Bilder sind es genug! Es ist gleichfalls eine außerordentlich
flüchtige Zeichnung aus der ersten Hälfte des 15. Jahrh. in Fig. 2 aus
einem Manuscripte von Konrads von Würzburg trojanischem Kriege, die
uns das Beladen eines Schiffes, das Leben am Meeresufer zeigt. Aber
auch mehr in das Einzelne führt uns manche Zeichnung. Ist es nicht eine
reizende Zeichnung (Fig. 3), die eines Doppelpokales mit dem Monogramm
IM., das Israel von Meckenen führt, wobei der kulturgeschichtliche
Werth nicht berührt wird durch die Frage, ob die Zeichnung von der Hand
dieses Meisters herrührt.
[Illustration: Fig. 4.]
Die interessanten Vorlagen für Goldschmiede, Gürtler und andere
Handwerker aus dem 16. Jahrh. erfreuen sich gerade heute besonderer
Beachtung von Seite der Propaganda für Veredelung des Kunstgewerbes;
sie sind aber auch interessante Beiträge zur Kulturgeschichte. Die in
Fig. 4 abgebildete Schnalle, welche Theodor de Bry gestochen, läßt uns
lebhaft wünschen, daß jede andere Einzelheit der Tracht uns ebenso
genau gezeichnet vorläge, so dass manche Frage der Kostümgeschichte
gelöst wäre, welche heute noch offen ist.
Die Ausbeute dieses reichen Schatzes wird, selbst wo Aehnliches aus
andern Quellen schon veröffentlicht ist, doch sicher dem Freunde
der Kulturgeschichte hochwillkommen sein; und so rechnen wir auf
freundliche Aufnahme, wenn wir nach und nach Vieles daraus bringen.
Auch auf die hier gegebenen Beispiele werden wir zurückkommen.
/Nürnberg./ /A. Essenwein./
Raritäten eines schlesischen Kirchenschatzes.
Im Anzeiger von 1874 habe ich bereits einige Inventarien der
Pfarrkirche ad SS. Wenceslaum et Stanislaum zu /Schweidnitz/
veröffentlicht, ohne dabei auf einige Merkwürdigkeiten einzugehen, über
welche ich anderweitige Angaben hier und da verzeichnet gefunden. Die
wichtigeren davon seien nunmehr im Folgenden zusammengestellt.
Unter den Genossenschaften, welche ihre eigenen Kapellen mit
Altarministerien längs der Seitenschiffe genannter Kirche besaßen,
zeichnete sich die Marienbruderschaft der Bürger, wenigstens so lange
der katholische Kultus der herrschende war, durch Mitgliederzahl,
prächtig ausgestattete Kapelle mit (heute trümmerhaftem) großem
Klappaltar, zu der man auf einer herrlichen, steinernen Balustrade
emporstieg, Privilegien, Ablaßbriefe, Kleinodien und Reliquiarien
vornehmlich aus.[362] Die Mehrzahl der letzteren entstammte einer
Schenkung des Ulrich von Hasenberg,[363] Herren „in Budina,“ welche
sein Blutsverwandter, der Breslauer Bischof Jodocus von Rosenberg
(1456-67) durch Urkunde d. d. Neisse Nov. 21. 1464 bestätigte. (Schw.
Pf.-A.) Die von seinen Vorgängern (predecessores) überkommenen
Heiligthümer waren nachstehende: Primo reliquie Christi: de ligno
domini, de mensali dni., de purpura dni., de collumpna flagellacionis,
de pane (!) in cena dni. relicto cum apostolis, de presepe dni., de
loco, ubi Christus crucifixus est, de aurea porta, de terra sancta, de
virga Moisi. (!) Secundo reliquie b. Marie virginis[364]: de capillis
b. Virg. (!), de peplo euisdem... Reliquie apostolorum: Petri, Pauli,
Andree, de tunico Johannis ap. et evang. Bartholomei, Jacobi maioris,
Jacobi, Philippi, Thome, Mathie, Simonis et Jude... Reliquie sctor.
patronorum martirum: Viti, Wenceslai, Sigismundis, Adalberti, Procopii
confessoris, Cosme et Damiani, Ludmille, X milium militum,[365] Georgii
Laurencii... Reliquie confessorum sctor.: Augustini, Dionysii, Antonii,
Erasmi, Martini... Reliquie Virginum: XI M. Virginum, Katherine,
Barbare, Benigne, Apollonie, Marthe, Marie Magdalene.... Reliquiae
Viduarum sctar.: Anne, matris Marie, Hedwigis, de pallio S. Elizabeth.
-- Ueber die Kultgeräthe fanden sich dagegen nur folgende Angaben: „der
silberne Kelch hot an gewicht 2 margh 1/2 lot; der vorgulte.. 4 margk
ehrlich. (gewogen 17. Juli 1555); mehr ein kleyn vorgult pacifical
mit 14 roten corallen; heilthum de sancta cruce, X milia militum.“
Die beiden Kelche renovierte 1629 der Goldschmied Caspar Andris für
3 [Symbol: Reichstaler] 25 gr. Derselbe Meister richtete 1630 die
Monstranz zu, vergoldete den Melchisedek und setzte ein venedisches
Glas hinein (8 [Symbol: Reichstaler] 27 Gr.); 1632 beschlug er
ein für 9 [Symbol: Reichstaler] erkauftes Missale mit Silber, 43
Loth an Gewicht (21 1/2 [Symbol: Reichstaler]).[366] Die 1629 vom
Kannengießer Balth. Beer verfertigten Leuchter wogen 36 [Symbol:
Pfund])[367] (Probationes zum Bürgerchor im Pf.-A.). Was von all dem
noch gegenwärtig vorhanden, hatte ich nicht Gelegenheit festzustellen.
Manches mag bei der schwedischen Occupation der Stadt 1642 verloren
gegangen sein.[368]
Unter den Schätzen der Kirche selbst sei zunächst ein historischer
hervorgehoben, der Mantel der Herzogin Agnes († 1392), Gemahlin
Bolko’s II., welcher nach der Tradition 1330 den Grundstein zum Neubau
des Gotteshauses gelegt hatte. Der Mantel war 1644 noch vorhanden
(Inventarium post hostem) und wurde neben den Kelchen, Patenen,
Naviculä, Kaselen etc. im Obergewölbe der Sakristei aufbewahrt. Nach
der Abbildung ihres hölzernen Epitaphs (1757 bei Beschießung der Stadt
zerstört) in Luchs’ Schles. Fürstenbildern 29^c war er blau und mit
Hermelin gefüttert. Hinter diesem Kleidungsstücke steht verzeichnet
(Inv. a. a. O.) ein roth geblümter, alter, sammeter Himmel, eine
Stiftung des Breslauer Bürgers H. Bockewitz, welcher dem Schweidnitzer
Magistrate eine Schuldforderung von 36 Gulden 1483 abtrat „zcu eynem
hymmel, den man czewgen (anfertigen) sal vnd tragen in des heiligen
leychnamsz woch vber dem heyligen sacrament.“ (Stadtb. III, f. 93). An
alten Chorröcken besaß die Kirche 1644 37 Stück. Die Supellex templi
residentiae soc. Jesu von 1651 (Pf.-A.) nennt folgende Kostbarkeiten:
Ein vergoldetes Kreuz mit Reliquien, welches der eingegangenen
Thorkirche St. Wolfgang entnommen war; eine große perlene und von
vergoldetem Draht verfertigte kaiserliche Krone, welche vom Begräbniß
des Grafen Schlick mit dem Spolio bekommen; eine andre dergl. Krone mit
ganz güldenen Spangen von der Leiche der Sibylla v. Pannewitz; einen
silbernen, vergoldeten Kelch mit weißen Zieraten (ist ein Meisterstück,
wägt 4 Mk. 4 Lot) von der Erbschaft des Joh. Fränle; drei Meßgewänder
von Brokat, herrührend aus den Sachen des schwedischen Kapitäns (Caspar
Drostvol?), welche nach Wiedereroberung der Stadt Schweidnitz allhier
gefunden worden und Graf Stahremberg uns zum Gottesdienste assigniret.
Sub voce Reliquiaria und Agnus Dei: Ein Bildnis U. L. Frauen de
Misericordia, welches seliger P. M. Cromerus der Residenz verlassen,
das er mit sich aus /Niederland/ gebracht, dessen Fuß schwarz
gebeizt und mit Reliquien in silbernen Spangen versetzt; im silbernen
Mond ein guter orientalischer Topazius, welcher aus der Schatzkammer
von /Mantua/ herrühret[369]. Bilder: Auf Kupfer gemalet Maria und
Joseph, ein Bild des letzteren „auf Bergamen gemahlt;“ ein Moskowitisch
Altärlein (wovon das Museum schlesischer Alterthümer eine ansehnliche
Zahl enthält,) zusammengelegt, mit dem Bildnis U. L. Frauen und der
griechischen Patriarchen, verlassen von Charis. Joh. Wolffstein;
imagines 4^{or} nostrorum Sanctorum in lanella aurea super lignum
nigrum extensae. Musikalische Instrumente: Drei Posaunen von 1642, eine
Feldtrompete, welche die Schweden aus dem Rathhaus sollen genommen
haben; sie entführten auch die Discantgeige und ein weißes Regal. Der
gen. Wolffstein hinterließ auch: Schöne, gelbe, saubere Frauenhaare zur
Zier U. L. Fr. Bild -- (Bei einer Schnitzerei in einer der südlichen
Kapellen der Breslauer Elisabethkirche haben die Holzfiguren auch
natürliches Haar!) -- und eine blechene Laterne mit Moskowitischem
Glas, welche man zusammenlegt.
Noch gegen Ende des 16. Jahrhunderts war der Reichthum der
Schweidnitzer Pfarrkirche außerordentlich, und der poetische Lobredner
der Stadt Nic. Thomas (Encomion Swidnicii. Lipsiae, 1597. S. 15)
konnte noch sprechen von einer gewaltigen Zahl von Truhen für die
kostbaren Kelche und andere metallische Kultgeräthe, von Kaselen für
jeden Festtag des Jahres, von einem Bilde des Heilands, strahlend
von Gold und mit Smaragd besetzt. Das Schicksal dieser Kostbarkeiten
zu verfolgen, ist mir noch nicht möglich gewesen. Viele mögen bei
dem Uebergange des Gotteshauses in lutherische Hände antiquiert
oder anderweitig verwendet worden oder während der mannigfachen
Kriegsdrangsale[370] der Stadt abhanden gekommen sein.
/Bunzlau./ /Dr. Ewald Wernicke./
FUSSNOTEN:
[362: Die älteste bekannte Erwähnung der Bruderschaft 1370 im Schw.
Landbuch B. f. 38; in ihren Händen befand sich der älteste Ablaßbrief
der Kirche d. d. Reate 1288. Die Neuconstituierung erfolgte nach den
Eingangsworten ihrer Statuten nach den Hussitenkämpfen. Ihre alte
Matrikel wird im Schw. Rathsarchiv aufbewahrt; sie gleicht in der
äußern Form ganz dem a. a. O. beschriebenen Kircheninventar und führt
unter den Personen, für welche Anniversarien zu halten, u. a. an den
Kardinal Spigneus von Krakau, die Bischöfe Peter und Jodocus von
Breslau, die Schw. Pfarrer Franz Ziegenbein und Dr. Caspar Weigel.]
[363: 1468-71. Landeshauptmann der Fürstenthümer Schweidnitz-Jauer
(Zeitschr. d. hist. Ver. in Breslau, XII, 50.)]
[364: Der ihr geweihte, desolate Flügelaltar von 1492 enthält im
Schrein die kunstreich geschnitzte Darstellung ihres Todes; er wurde
1588 von dem Maler Pantaleon Beuchel nach noch vorhandener Instruction
renoviert. cf. Schles. Vorzeit, 21. Ber., S. 189 ff.]
[365: Ein Altar derselben bestand seit etwa 1413 in der südlichen
Thurmhalle.]
[366: Ein Kunstschlosser dieses Namens arbeitete 1591 das prächtige
Gitter um die Taufkapelle (s. m. Baugeschichte der Kirche S. 24 ff.).]
[367: Der Bericht des Präcentors Müssiggang erwähnt S. 110 zum Jahre
1490 die Anschaffung zweier brokatener Meßgewänder für 186 G. mit den
aus Perlen gestickten Bildnissen der Kirchenpatrone und der heiligen
Jungfrau.]
[368: Bericht des Vorstehers im Pf.-A.: „Nachdem die feindliche Armee,
18,000 Mann stark, herfür gebrochen, nach Erstürmung der Festung Glogau
auch diese Stadt attaquiret und nach zweitägiger Beschießung durch
grobe Stücke, Granaten und Feuereinwerfung dermaßen beängstiget, daß
sie sie (1642) den 3. Juni früh 8 Uhr einbekommen etc.“]
[369: Dazu gehörte ein Schleier von Flor über das Altärlein von
indischem Holz, worin die Statue stand, gestiftet von Frau Ostin.]
[370: cfr. Zeitschrift f. Gesch. Schlesiens XIV, S. 9. ff.]
(Mit einer Beilage.)
Verantwortliche Redaction: Dr. /A. Essenwein/. Dr. /G. K.
Frommann/.
Verlag der literarisch-artistischen Anstalt des germanischen Museums in
Nürnberg.
Gedruckt bei /U. E. Sebald/ in Nürnberg.
BEILAGE ZUM ANZEIGER FÜR KUNDE DER DEUTSCHEN VORZEIT.
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