Anzeiger für Kunde der deutschen Vorzeit (Jg. 26, 1879) by Various

1879. Nr. 17 u. 18. Nürnberg, 1879. 8.

5148 words  |  Chapter 141

Die Kunst-Industrie und der Staat in Frankreich. Vortrag v. Dr. Stegmann. (Schl.) -- Die Heimberger Thonwaaren-Industrie. -- Kleine Nachrichten. -- Literatur. -- Abbildungen. Füllung vom Chorstuhlwerk der Kirche S. Giorgio maggiore in Venedig. (16. Jhdt.) -- Kanne nach einem Stich von A. Ducerceau. -- Schmiedeisen-Gitter. (16. Jhdt.) -- Aus Kilian’s „Grotesken-Büchlein.“ /Mittheilungen des Bayrischen Gewerbemuseums zu Nürnberg./ Beiblatt zur Wochenschrift: /Kunst u. Gewerbe./ Redigirt von. Dr. O. von Schorn. Sechster Jahrgang. Nr. 9. Bekanntmachungen. -- Feuilleton. -- Notizen etc. etc. /Zeitschrift des historischen Vereins für das württembergische Franken./ Zehnter Band, drittes Heft. Ausgegeben im September 1878. Heilbronn, 1878. 4. Zwei alte Stammbücher in der fürstlichen Kunst- und Alterthumssammlung im Kaisersaal zu Neuenstein. Vom Fürsten F. K. zu Hohenlohe-Waldenburg, Durchl. -- Der Zuckmantel bei Oehringen. Von F. G. Bühler. -- Wendel Hipler, als Hohenlohischer Kanzler und seine Bedeutung im Bauernkriege in Franken anno 1525. Von dems. -- Der Tod des Grafen Albrecht von Hohenlohe. Von Rektor Boger. -- Einige Inclusoria in der Gegend von Mergentheim. Von Pf. Bossert. -- Beiträge zu den Oberamts-Beschreibungen des Frankenlands. Von dems. -- Michael Beheim. Von Pf. Caspart. -- Die Familie Bühler (von Bühler). Von E. E. Georgii-Georgenau. -- Ergänzungen zur Genealogie des Hauses Hohenlohe. Von Pf. Bossert. -- Anfrage. -- Urkunden und Urkunden-Auszüge. Von Pf. Bossert. -- Die ältesten in Stein gehauenen Wappen des Hauses Hohenlohe. Vom Fürsten F. K. zu Hohenlohe-Waldenburg, Durchl. (Mit Abb.). -- Kleinodien aus der Weinsberger Erbschaft nach dem Bekenntniss Graf Johanns von Hohenlohe. Von Pf. Bossert. -- Das Gebetbuch des Grafen Georg Friedrich von Hohenlohe. Von dems. -- Drei alte Kirchen-Inschriften. Von Pf. Caspart. -- Die Inschrift der Kirche zu Weinsberg. Von F. Mauch. -- Vereinsnachrichten. /Register/ über die Zeitschrift /dess. Vereines/. Band I-IX, oder die Jahrgänge 1847-1873. Stuttgart, 1877. 8. /Blätter für Münzfreunde./ Numismat. Zeitung. /Organ des Münzforscher-Vereins./ Herausg. von H. Grote. Fünfzehnter Jahrgang. Nr. 73-75. Vom 1. Januar, 15. Februar und 1. April 1879. Mit 1 lithogr. Tafel. Leipzig. 1879. 4. Isenburgische Münze? Zu Grote’s „Münz-Studien“ VII, S. 227. Von Wff. -- Ein Fund Meißner Bracteaten aus der ersten Hälfte des XIII. Jahrhunderts. Von H. Dannenberg. -- Marken und Zeichen der Stadt Leipzig. Fs. -- Sachsen-Altenburgische Dreier aus der Münzstätte zu Allstädt von 1622. Von Wff. -- Camin oder Sachsen. Von M. Schmidt. -- Die Fürstengroschen der Braunschweiger Münzgenossenschaft 1555-1568. Von Wolff. -- Grafschaft Hohenzollern. Von C. F. Trachsel. -- Halb-Thaler von Corvey 1652. Von Wff. -- Unbestimmbare Marken. -- Gräflich Sayn’sche und Schwarzburgische Nachmünzen. Von Wff. -- Königl. Westfälische Münzen. -- Conterfact-Münze des Landgrafen Georg II. von Hessen-Darmstadt. -- Der Rössnitzer Münzfund. Von J. Hubert. -- Die Münzstätten und Münzmeister der Herzöge Erich I. u. II. von Calenberg. 1536-1584, Von Wff. -- Preußische Kriegsmünzen von 1813. Von dems. -- Die Münze zu Hannover. -- Die Harzer Bergwerksmarken. -- Königl. westfälische Münzen. Nachtrag. -- Literatur. -- Miscellen. Vermischte Nachrichten. 39) Vor einigen Monaten ist, nach gütiger Mittheilung des Herrn Rittergutsbesitzers Collin zu Collin bei Wisell, Provinz Posen, auf einer sandigen Anhöhe eines Gutes, in der Nähe einer Wiese und eines kleinen Baches und in der Nähe eines heute noch stehenden Eichenwaldes, ein Fund von verschiedenen alten Urnen von beträchtlicher Größe nebst kleineren, so wie Tassen, und einigen kleinen Bronzegegenständen gemacht und die Fundstücke dem germanischen Museum übergeben worden. Die Urnen sind mit menschlichen verbrannten Gebeinen gefüllt, ziemlich wohl erhalten und standen in Gräbern, welche mit Steinplatten zugesetzt waren. Dieselben sind theils aus rothem, theils aus geschwärztem Thon von verschiedener Gestalt, schwach gebrannt, die eine mit Deckel versehen. Durchmesser und Höhe sind bis. zu 32 und 27 cm. Die größte hatte 2 Henkel und trägt eine Zickzackverzierung am Halse. 40) Man schreibt dem „Hann. Cour.“: In der Gegend südlich des Dorfes /Wehlen/, Amt /Winsen a. d. Luhe/, sind von dem Oberförsterkandidaten Hrn. Hilsenberg vor einiger Zeit /alte Steinwerkstätten und Spuren von Ansiedelungen aus heidnischer Zeit/ entdeckt worden. Zwei oder drei größere Steine, oft nur ein einziger, sind von kleineren Steinen und Steinbrocken umgeben und dienten als Unterlage bei dem Schlagen von Feuersteingeräthen, deren Splitter noch umherlagen. Eine Ausgrabung zwischen drei solcher Werkstätten in der Mitte des betreffenden Terrains, das circa 200 qkm. umfaßt, zeigt erst reinen, dann allmählich schwarz gefärbten Sand, dann einzelne Kohlenreste und darunter eine Pflasterung schwarzgebrannter Steine. Scherben von Gefäßen fanden sich nicht, wohl aber sehr zahlreiche Reste von Feuersteinfabrikaten, einige mit den offenbaren Spuren des Feuers. Die Stücke charakterisieren sich nach der mehr oder weniger gelungenen Gestaltung als Messer in verschiedenen Stadien der Vollendung, desgleichen Lanzen- und Pfeilspitzen, Schaber und ähnliche Werkzeuge. Im Ganzen fanden sich hier wohl über 2000 Splitter, Steinkerne und Geräthe. Eine andere derartige Fabrikstätte wurde zwischen den Ortschaften /Wilsede/ und /Ober-Haverbeck/ im Amte /Soltau/ aufgefunden. Hr. Hilsenberg hat in dankenswerther Weise eine charakteristische Auswahl der Fundobjekte und eine genaue Beschreibung der betreffenden Plätze dem /Hannoverschen Provinzial-Museum/ übergeben. (D. Reichsanz., Nr. 103.) 41) In dem Dorfe /Glienike/ bei Fürstenwalde wurde vor vier Wochen ein /Bronzefund/ aus den ersten Jahrhunderten unserer Zeitrechnung ausgegraben, der dem Märkischen Museum übergeben ist. In einer leider zerfallenen Urne von schwach gebranntem, mit Steingrus gemengtem Thon befanden sich 1 Speerspitze, 8 Sichelmesser, davon 1 verziert, 3 verzierte Armringe und 4 Celte, davon 3 nicht mehr vollständig. Das Dorf liegt nahe an dem schönen Scharmützelsee, dessen nördliche Ufer von den Abhängen der südlich von Fürstenwalde liegenden höchsten Berge jener Gegend, dem Rauenschen Stein (450’, der Müggelberg ist nur 350’ hoch) und den Dubberowbergen (400’) begrenzt werden. Der Fund ist ein weiterer Beweis für das Bestehen altrömischer Handelsbeziehungen mit jener Gegend, neben den bereits früher am Scharmützelsee gefundenen Bronzen, von denen wir außer römischen Münzen auch einen Bronzesporn erwähnen, der sich ebenfalls im /Märkischen Museum/ befindet. (Nordd. Allg. Zeitung, Nr. 161.) 42) /Lauenburg/, 12. Mai. Vor einigen Tagen fanden Arbeiter bei der Auswerfung eines Grabens auf dem hiesigen Schützenplatze in einer Tiefe von 3 Fuß in einer mit Kohlen vermischten Sandschicht eine 138 Gramm schwere Armspange von reinem Golde, welche dem königlichen Kreisgerichte zur weiteren Veranlassung übergeben worden ist. Der Goldwerth der Spange ist von hiesigen Sachverständigen auf 300-350 m. geschätzt, das Alter derselben auf 1000 Jahre. (Nordd. Allg. Zeitung, Nr. 188.) 43) Bereits im Jahre 1869 veröffentlichte Herr Lehrer Frank im Groß-Gerauer Kreisblatt einen längeren Aufsatz über seine in Grabhügeln bei dem Riedhäuser Hofe (ca. 3/4 Meilen südlich von Groß-Gerau) gemachten Funde aus der germanischen Vorzeit. Im Herbst 1877 erhielt ich die Nachricht von weiteren germanischen Funden, die bei der sog. Schindkaute bei Groß-Gerau gemacht worden seien. Diese kamen damals auch in meinen Besitz und befinden sich nun im hiesigen Großh. Museum. In der Gegend von Groß-Gerau werden gewiß jedes Jahr derartige Funde gemacht bei Gelegenheit der Feldarbeiten, und es ist nur zu bedauern, daß solche oft gar nicht gewürdigt werden. In jüngster Zeit verbreitete sich wieder die Kunde von gemachten Funden bei Berkach unweit Groß-Gerau. Auf dem Felde, genannt „Aesch“, westlich vom Wege, der von Dornberg nach Berkach führt, gleich am Ende der Parkmauer hatten die Landleute beim Oeffnen der sog. Kauten römische Alterthümer, wie eine Lampe, eine Thonfigur etc. gefunden. Seit langer Zeit fanden sich hier eine Menge von römischen Münzen, die großentheils nach Groß-Gerau wanderten und dort eine Sammlung von mehr als hundert Stücken, alle hier gefunden, hervorriefen. Vor mehreren Tagen besuchte ich selbst die Fundstelle und überzeugte mich, daß man es hier nicht im mindesten mit einer geringen Niederlassung zu thun habe. Auf einem Gebiete von mehreren Morgen liegen eine Masse von Scherben, theils von terra sigillata, theils von Thongefäßen herrührend. Oben auf der Ackerkrume las ich ein Stück Dachziegel auf mit dem Stempel der XXII. Legion. Mehrere Bodenstücke von Terra sigillata-Gefäßen mit den Töpferstempeln fanden sich hier ebenfalls. Bei einer geringen Untersuchung einer Kaute in etwa 1-1/2 m. Tiefe stieß ich auf Reste römischer Mauerwerke aus Sandsteinquadern und Quarziten von gar nicht unbedeutenden Dimensionen. Ganze Stücke von Gipstünche kamen dabei zum Vorschein unter Asche und Kohlenschutt. Zwei Münzen, die eine von Trajan, die andere von Hadrian, beide hier gefunden, kamen auch in meinen Besitz, desgleichen ein messerartiges Werkzeug oder Waffenstück von Eisen. /Rob. Schäfer./ (Correspondenzblatt d. Gesammt-Vereins d. d. Gesch.- u. Alterth.-Vereine Nr. 3 u. 4, nach d. Darmstädt. Ztg.) 44) /Friedberg/, 23. März. Bald nach Bekanntwerden einer ziemlich ausgedehnten Römerstätte nordöstlich von Ober-Wöllstadt entdeckte Herr Oekonom G. Falck eine solche im Großgalgenfelde, eine auf der Wart, dann eine im Kleingalgenfelde, sämmtliche drei letztgenannten in der Gemarkung Friedberg. Nun geht der Entdecker über unsere Gemarkungsgrenze und entdeckt abermals eine solche beim Steinfahren in der Gemarkung Bad-Nauheim an der dortigen Gasfabrik, unweit der vor wenigen Jahren aufgefundenen Römerstätte, auf dem sog. Biëlerschloß bei Bad-Nauheim. Bei einer oberflächlichen Besichtigung fanden sich unter römischen Backsteinen drei Ziegelstücke mit dem Stempel der legio XI ohne Beinamen, um wiederum einen Beweis von der Anwesenheit dieser Legion in Obergermanien zu liefern, und ein Stück mit einem andern Stempelrest, wahrscheinlich der Vexillarier der legio XIV gemina, martia, victrix. Da sich auf dieser Stelle auch eine Masse Reste von Gefäßen, die offenbar nicht römischen Ursprungs, namentlich von großen Salzsiedegefäßen fanden, ist dieselbe gewiß untersuchungswerth. (Daselbst.) 45) Am 20. Februar d. J. wurde in Mainz auf der neuen Wallstrasse am Cavalier Boyen, unweit der alten Römerstrasse, ein /Steinsarg/ mit fünf Glasgefäßen gefunden. Die Gefäße von römischer Form wurden in das Museum gebracht. Dicht dabei fand sich noch ein zweiter Steinsarg. Beide Särge sind inschriftslos, in der bekannten geriefelten Art bearbeitet, der eine auch mit den so häufig wiederkehrenden Eckleisten im Innern versehen. Der Deckel des einen fehlt, der des anderen ist zerbrochen und nach den Seiten abgedacht. Die ganze Weite der Särge war mit Kalk ausgegossen, der die Leichen dicht umschloß. Beide Särge fanden sich nur etwa zwei Fuß unter dem inneren Banket der Strasse und sind von Nordwest gegen Südost gerichtet. Auf dem ganzen Höhenzug liegen viele alte Grabstätten. (Dasselbe, Nr. 2.) 46) /Auenstein/, 28. April. In den letzten Tagen fand Bauer Retzer vom Abstätterhof (nordwestlich unterhalb des Wunnensteins gelegen) auf einem Acker, etwa 100 Schritte westlich vom Hof, Gebäudespuren in der Tiefe, daß der Pflug daran anstieß, welche sich beim Nachgraben als Reste eines ansehnlichen Gebäudes erwiesen. Die hierüber in der „Neckarzeitung“ ausgesprochene Vermuthung, daß das die Reste einer einstigen herzoglich württembergischen Meierei seien, ist schwerlich richtig. Viel wahrscheinlicher sind es Reste einer einstigen römischen Niederlassung. Kohlen, Asche, eine große Zahl Backsteine in den Dimensionen, welche die Römer für Heizkanäle angewendet haben, aus feinem, fast zinnoberrothem Thon, mit den bekannten Randleisten und eingepreßten oder eingekratzten Linien, Scherben von Krügen oder Schüsseln, aus einer grauen, lettigen Masse nach Art der Sutterkrüge gebrannt, vor allem der vollständig erhaltene, aus /einem/ Stein ausgehauene ca. 1 m. breite und 1,5 m. lange Kaminschoß und der Fundort dieser Sachen in einem kellerartigen, ca. 3 m. langen und eben so breiten Raum, dessen Umfassungsmauern noch stehen, lassen kaum einen Zweifel daran, daß man es mit einem römischen Hypokauston (Heizkeller) zu thun hat. Die eigentlichen Fundamentsmauern des Wohnhauses haben einen weit größeren Umfang. Interessant ist ein ebenfalls dort gefundener, wahrscheinlich auch in dem Heizkeller gestandener, runder, steinerner Tisch, von welchem der Säulenfuß, ca. 15 cm. dick, nach oben verjüngt, nach unten in einen breiten Wulst, kapitälartig auslaufend und alles wie gedreht, noch wohl erhalten ist. Die runde Tischplatte ist zerbrochen. -- Kaum eine Viertelstunde davon fand sich vorigen Sommer gelegentlich der Straßenkorrektur zwischen Auenstein und Beilstein ebenfalls eine sichere Spur einer einstigen römischen Wohnstätte, ein kreisrund ausgemauerter Brunnen, gefüllt mit allerlei Resten und Trümmern römischen Bauwesens. Letztere Römerstätte hatte der scharfsichtige verstorbene Landestopograph Paulus schon entdeckt und in seine römische Landeskarte und die Oberamtsbeschreibung eingetragen sammt dem daran vorbeiführenden „Mauerweg“. (Staats-Anz. f. Württemb. Nr. 101.) 47) In einem Walde bei Eutingen in der Nähe von /Pforzheim/ wurde jüngst bei Grabarbeiten eine beschädigte Merkurstatue aus weißem Sandstein und eine Anzahl römischer Münzen aus der Zeit der Kaiser Trajan bis Commodus gefunden. Da der Fundort an der ehemaligen (von Pforzheim nach Oeschelbronn führenden) Römerstraße liegt, so wird vermuthet, daß hier eine dem Handelsgott Merkur geweihte Kapelle gestanden habe. (Staatsanz. f. Württemberg, Nr. 99.) 48) Eine Entdeckung von der höchsten Wichtigkeit für die Vorgeschichte der Buchdruckerkunst, insbesondere aber für jene des Zeugdruckes, hat im vergangenem Herbste der Direktor der Sammlungen des Berliner Gewerbemuseums, Dr. Jul. Lessing, in Merseburg gemacht, wo er als Umhüllung einer Reliquie ein etwa handgroßes Stück jenes zarten Stoffes fand, in welchem man heute das Gewebe zu erkennen glaubt, welches im Mittelalter den Namen Byssus trug. Auf dieses Stück ist in mehreren Farben der Adler, welcher Ganymed entführt, in strengster Stilisierung gedruckt. Die große Uebereinstimmung mit der gleichen Darstellung auf der Goldflasche des Wiener Antikenkabinets fällt sofort auf und führt zur Annahme, daß ein sassanidisches Werk vorliegt, daß also in Persien im 5. u. 6. Jhdt. unserer Zeitrechnung bereits Zeuge mehrfarbig bedruckt wurden, eine Thatsache die wiederum zu weitgehenden Combinationen Anlaß geben mag. 49) /Straßburg/, 28. April. Das „Els. Journ.“ schreibt: Seit acht Tagen sind die Arbeiter des Herrn Chertier unter der Leitung dieses ausgezeichneten Goldarbeiters damit beschäftigt, die in getriebener Arbeit hergestellten kupfernen Verzierungen auf die /großen Thüren des Hauptportals am Münster/ anzubringen. Die schwierige Arbeit wird noch etwa 3 Wochen in Anspruch nehmen. Schon heute können wir mittheilen, daß auf den beiden Thürflügeln sich zusammen in den oberen Arcaturen 8 sitzende Figuren; in den Rauten und Dreiecken der sechs Füllungen 98 Bilder mit Figuren und 196 Verzierungen aus Blätterwerk; in den Querstreifen 4 Arabesken in geringeltem Laubwerk mit Früchten und auf dem Sockel sechs verschiedene Scenen sich befinden. Außer diesen 312 Bildhauerarbeiten befinden sich noch auf den Thüren die kleinen bogenförmigen Verzierungen am Obertheile derselben und nahe an 300 getriebene Einsetzrosen auf den die Rauten bildenden Streifen; außerdem zwei Löwenköpfe mit Klopfringen im Rachen, endlich an jeder Thür zwei Hände, welche eine zum Zuziehen der Thüren als Griff dienende runde Stange halten. Alle diese verschiedenen Verzierungen werden in die Thürverschalung vermittelst eigens zu diesem Zwecke hergestellter Nägel, nahezu 1600 an der Zahl, angebracht; um die Festigkeit der Verzierung zu vermehren, werden die hohlen Theile derselben durch einen besonderen Kitt vor ihrer Anbringung auf dem Holz ausgefüllt. Sobald die Arbeiter des Hrn. Chertier ihr Werk vollendet, sollen, sagt man, die großen alten, häßlichen Läden des großen Portals entfernt und durch neue ersetzt werden, welche jedoch die Thürflügel nur bis zur Hälfte der Höhe der verzierten Thüren erreichen würden. Dagegen wäre es heute eine bestimmte Sache, zwischen den beiden Strebepfeilern vor dem großen Hauptportal ein eisernes Gitter in gothischem Stil und im Einklang mit der Hauptfaçade des Doms herzustellen, um das einzig in seiner Art bestehende Prachtwerk hauptsächlich des Nachts gegen etwaige Beschädigungen zu schützen. -- Das Gebälk des Daches der /neuen Kuppel/ ist vollständig aufgestellt, und seit vorgestern ziert das übliche, mit Bändern gezierte Tannenbäumchen die Spitze des Baues. Im Laufe der Woche soll mit der Verschalung begonnen werden; nach Beendigung dieser Arbeit wird das ganze Dach mit Kupferplatten überzogen. Das Dach der Kuppel wird ein kolossales eisernes Kreuz in romanischem Stile überragen; diese Verzierung hat 3 m. 50 cm. Höhe von der Spitze des Daches aus. Seit einigen Tagen endlich ist der große Bretterverschlag, welcher fast die Hälfte des Schloßplatzes einnahm, verschwunden. Die großen Münsterarbeiten gehen nun mit schnellen Schritten ihrem Ende entgegen. (D. Reichsanz., Nr. 103.) 50) /Halberstadt/, 9. Mai. Nachdem die /Restauration des Domes/ fast vollendet worden, ist das Bestreben der Vertreter der Domgemeinde dahin gerichtet, das Andenken einiger für Halberstadt besonders bedeutungsvoller Männer dadurch zu ehren, daß die Säulen des Hauptschiffes in dem prächtigen Gotteshause, sowie des nördlichen und südlichen Kreuzarmes durch /Statuen/ derselben geschmückt werden sollen. Durch Beiträge ist es ermöglicht worden, dieselben unter Leitung des Bildhauers Schaper in Berlin ausführen zu lassen. Die bereits aufgestellten Statuen des Johannes Baptista und des Bonifacius finden die größte Anerkennung. In Zwischenräumen von je 2 Monaten werden Martinus, Augustinus, die Bischöfe Conrad v. Krosigk und Burkhard II., Luther und Melanchthon vollendet werden. Als ein Geschenk des Herrn von Hoym steht bereits im südlichen Kreuzarme die Statue Karls des Großen, des Stifters des Bisthums. Auf ein Gesuch des Ober-Dompredigers, Superintendenten Nebe, an Se. Hoheit den Herzog von Braunschweig, gestatten zu wollen, daß neben der Statue des Gründers des Domes, die des Herzogs Heinrich Julius von Braunschweig, welcher den Dom reformierte, aufgestellt werde, ist die Genehmigung sofort eingegangen. (Deutscher Reichs -Anz., Nr. 112.) 51) In S. Maria Lyskirchen in Köln hat man sehr interessante mittelalterliche Malereien an den Gewölben des Mittelschiffes aufzudecken begonnen. In jedem Felde der großen Kreuzgewölbe sind zwei im Scheitel durch eintheilende Ornamentfriese oder Säulen getheilte Darstellungen enthalten: je eine dem neuen Testament entnommene Scene und die altestamentliche vorbildliche Parallelldarstellung. Den Fuß nehmen Prophetenbilder mit Spruchbändern, auf welchen die auf die neutestamentliche Darstellung sich beziehenden Schriftstellen des alten Bundes enthalten, sind, sowie Kirchenschriftsteller ein. Es ist also ein neues Beispiel monumentaler Darstellung jener durch die Biblia pauperum und ähnliche Schriften des Mittelalters populär gewordenen Bildercyklen gegeben und zwar in derartiger Anordnung, daß die südliche Hälfte stets das neue Testament, die nördliche das alte enthält. Aber auch an den Wänden der Kirche sind allenthalben Reste alter Malerei zu Tage getreten, so daß der Cyklus romanischer Wandmalereien der Rheinlande um eines der interessantesten Beispiele vermehrt ist. Es scheinen indessen nicht alle Malereien derselben Hand zu entstammen. Während sie theilweise die ganze Freiheit des fortgeschrittenen Stiles des 13. Jahrh. zeigen, sind andere ungemein streng. Von hervorragendster Bedeutung in Bezug auf Ernst und Großartigkeit der Erscheinung ist ganz besonders eine sitzende Maria mit dem Kinde und den anbetenden drei Weisen an der Westwand der Kirche. 52) Unter den mittelalterlichen Malerschulen Deutschlands führt bekanntlich die kölnische den Reigen. Der erste, in bestimmtern Zügen vor uns tretende Repräsentant derselben ist Meister /Wilhelm/. Unter dem Jahre 1380 erwähnt die Limburger Chronik desselben mit dem Bemerken, er sei „der beste Maler in teutschen Landen gewesen“; er habe „einen jeglichen gemalt von aller Gestalt, als habe er gelebt“. Wie Dr. Ennen in seiner Geschichte der Stadt Köln II, S. 521 berichtet, figuriert der genannte Meister in den Ausgabe-Registern für die Jahre 1370 bis 1380, höchst wahrscheinlich als in städtischem Dienste stehender Maler. Ueber dessen, zum Theile noch problematische Schöpfungen findet sich in Schnaase’s Geschichte der bildenden Künste (VI, S. 423 u. s. w.) eine eingehende Erörterung. Insbesondere werden dort bei der jüngsten Restaurierung des Hansesaales aus der Uebertünchung wieder an’s Licht getretene Wandgemälde hervorgehoben, von welchen mit zureichender Sicherheit anzunehmen ist, daß sie vom Meister Wilhelm herrühren. Es ergaben sich die Spuren von neun lebensgroßen Gestalten, Spruchbänder haltend, zumeist jedenfalls Propheten. „Sie zeigen“ -- wir citieren Schnaase -- „die Hand eines vorzüglichen Meisters, übertreffen in der Linienführung und Modellierung alle vorhergegangenen kölnischen Wandmalereien und erinnern mehr an die nahestehenden Tafelmalereien.“ Leider konnten diese Ueberbleibsel altkölnischen Kunstlebens nicht, angemessen wiederhergestellt, an Ort und Stelle erhalten bleiben; drei Brustbilder von Propheten wurden indeß mit dem Mörtelputze von der Wand abgelöst und dem städtischen Museum überantwortet. Außer den Prophetenbildern waren noch andere Darstellungen, theils in Bruchstücken, theils noch wohlerhalten oder doch kenntlich, sichtbar geworden, insbesondere kleinere, in Dreipässe eingeschlossene Figuren symbolischer und legendarischer Art, wahrscheinlich im 15. Jahrhundert ausgeführt. In Anbetracht der kunsthistorischen Bedeutung der vorbezeichneten Schöpfungen der Kölner Malerschule hat gleich nach Aufdeckung derselben ein gründlicher Kenner und eifriger Förderer der christlichen Kunst, der Maler /F. A. Martin/ in Roermond, den Fund seinem ganzen Umfange nach durchgepaust und möglichst getreu nach den Originalen coloriert. Es wäre zu wünschen, dass diese Nachbildungen durch den Uebergang in eine öffentliche Sammlung von Kunstwerken für alle Zukunft gesichert und einem jeden, welcher sich für Derartiges interessiert, zugänglich gemacht würden. (Köln. Volkszeitung, Nr. 108.) 53) /Ingolstadt/, 15. Mai. Die „Ing. Ztg.“ schreibt: Das alte, im Jahre 1373 erbaute /Harderthor/ ist nahezu abgebrochen; aber ein Andenken an dasselbe wie an die Pietät unserer Voreltern ist uns hievon geblieben. Beim Abbruche dieses alten Baues -- als der im Jahre 1430 oder spätestens 1542 im Innern dieses Thores eingesetzte Gewölbebau niedergerissen wurde -- kam auf dem Verputze der östlichen Seitenwand des ursprünglichen Baues ein Gemälde zum Vorschein, welches Jesum am Kreuze, daneben die schmerzhafte Muttergottes mit zwei heil. Frauen auf der einen Seite, dann den heil. Johannes Evangelista auf der andern Seite vorstellt. Hunderte von Beschauern aus allen Ständen drängten sich um dieses mehr als 300 Jahre verborgen gebliebene, noch gut erhaltene Bild, welches nach seinen Vorzügen und Mängeln sicher der zweiten Epoche der Gothik (1300-1400) angehören dürfte. Gelingt die bisher mit so großer Mühe und Vorsicht bethätigte Lostrennung des betreffenden Mauerstückes, dann wird dieses interessante Bild unserer Stadt nicht blos in Photographie, sondern auch im Original erhalten bleiben. (Augsburger Postzeitung, Nr. 116.) 54) Im Jahre 1882 sind es vierhundert Jahre, daß in Wien die erste Buchdruckerpresse ihre Wirksamkeit begann, von welcher Thätigkeit noch einige Flugblätter sich bis in unsere Zeit erhalten haben. Um dieses kulturhistorisch bedeutsame Ereigniß in würdiger Weise zu feiern, haben die Wiener Buchdruckercorporationen ein Comité gewählt, welches außer den entsprechenden Festlichkeiten auch die Veranstaltung einer Ausstellung, die ein Bild der Entwicklung des Buchdruckes und der verwandten Geschäftszweige in den abgelaufenen vierhundert Jahren geben soll, sowie die Herausgabe der Buchdruckergeschichte Wiens in Aussicht genommen. Die Verfassung dieses Werkes wurde Hrn. Dr. Heinrich Kábdebo übertragen, dem ein Comité von Fachmännern zur Seite steht, die ihn in seinen Forschungen unterstützen werden. (Augsb. Postztg., Nr. 97.) 55) /Leipzig/, 4. Mai. Wie nunmehr feststeht, wird die /Kunstgewerbe-Ausstellung/ am 15. Mai Vormittags durch Se. Majestät den /König/ feierlich eröffnet werden. Höchst interessant wird die Sammlung der /Alterthümer/ ausfallen. Se. Majestät der König von Sachsen, die thüringischen Fürsten, soweit ihre Gebiete mit dem Ausstellungsgebiete zusammenfallen, werden ihre Kostbarkeiten senden. Auch die preußische Regierung gibt bereitwilligst aus ihren Sammlungen her. Verschiedene Kirchen stellen ihre Schätze aus, so Quedlinburg allein zwei Reliquienschränke etc. im angeblichen Werthe einer halben Million. Braunschweig einige kostbare Büchereinbände u. dgl. Halle wird den kostbaren Kelch aus St. Ulrich ausstellen, eine Email-Arbeit über Golddraht, von einem alten Halleschen Meister u. s. w. (D. Reichsanz., Nr. 109.) 56) Am 10. d. M. wurde im Akademiesaale des kurfürstlichen Schlosses zu Mainz eine /Ausstellung graphischer Darstellungen der Stadt Mainz und ihrer Denkmäler/ eröffnet. Dieselbe umfaßt Pläne der Stadt und Festung, Ansichten der Stadt und deren nächster Umgebung, die hervorragendsten Denkmale, wie den Dom, die ehemal. Liebfrauenkirche und sonstige kirchliche Bauwerke, seien sie erhalten oder untergegangen, ferner öffentliche Gebäude, einzelne Theile aus dem Innern der Stadt, Wohngebäude, kirchliche und profane Denkmäler. Die Ausstellung bietet somit im Bilde einen Ueberblick über die Stadt Mainz, ihre äußere Entwickelung, ihre Bedeutung für die Kunstgeschichte, wie über ihre Stellung als Schlüssel des Reichs und die Geschichte ihrer kriegerischen Wechselfälle. Unter diesen verschiedenen Gesichtspunkten gewinnt die Ausstellung eine über den engeren Heimatkreis hinausreichende Bedeutung. Durch die außerordentlich reiche Beschickung von Seiten einzelner Besitzer und Kunstfreunde wie von Anstalten und Behörden ist eine solche Fülle von Materialien vereinigt, daß die Ausstellung eine nicht leicht wiederkehrende Gelegenheit zur Förderung der historischen und namentlich kunstgeschichtlichen Forschung bietet. 57) /Berlin./ Am 17.-19. April war die Centraldirection der _Monumenta Germaniae_ zu ihrer jährlichen Plenarversammlung hier vereinigt. Anwesend waren: Prof. /Dümmler/ aus Halle, Geh. Rath Prof. /von Giesebrecht/ aus München, Prof. /Hegel/ aus Erlangen, Hofrath Prof. /Sickel/ aus Wien, Prof. /Stumpf-Brentano/ aus Innsbruck und die hier ansässigen Mitglieder Prof. /Mommsen/, Prof. /Nitzsch/, Geh. Oberregierungsrath, Direktor der Staatsarchive /von Sybel/, Prof. /Wattenbach/ und der Vorsitzende, Geh. Reg.-Rath /Waitz/; durch Unwohlsein war verhindert Justizrath /Euler/ in Frankfurt a. M. Die Herren /Sickel/ und /Stumpf-Brentano/ sind von der Akademie der Wissenschaften in Wien aufs neue auf 4 Jahre zu Mitgliedern gewählt. In dem abgelaufenen Jahre gelangten folgende Werke zum Abschluß: von der Abtheilung der _Auctores antiquissimi_: 1) Tom. II: /Eutropii/ _breviarium ab Urbe condita cum versionibus Graecis et_ /Pauli Landolfique/ _additamentis recensuit et adnotavit_ /H. Droysen/; 2) Tomi III, P. 1: /Victoris/ _Vitensis historia persecutionis Africanae provinciae sub Geiserico et Hunirico regibus Wandalorum recensuit_ /C. Halm/; 3) /Pauli/ _Historia Romana in usum scholarum_ aus 1 (ebenso wie Eutrop) besonders abgedruckt; von der Abtheilung _Scriptores_: 4) Tomus XXIV. (fertig bis auf die Register); 5) /Wiponis/ _Gesta Chuonradi II. ceteraque quae supersunt opera. Edit. altera. Accedunt Annalium Sangallensium, Chronici Herimanni, Chronici universalis Suevici partes et duo carmina codicis Cantabrigiensis. Recognovit_ II. /Bresslau/; von dem neuen Archiv der Gesellschaft für ältere Deutsche Geschichtskunde: 6) Band 4, herausgegeben von Prof. /Wattenbach/, mit Berichten über wissenschaftliche Reisen von Prof. /Frensdorff/, Dr. /Liebermann/, Geh. Reg.-Rath /Waitz/ und anderen Beiträgen von /Arndt/, /Brosien/, /Dümmler/, /Ewald/, /Hartwig/, /Krusch/, /Löwenfeld/, /Mey/, /E. Ranke/, /Thaner/, /Waitz/, /Wattenbach/ und /Weiland/. Ueber den Fortgang der Arbeiten in den einzelnen Abtheilungen ist Folgendes zu berichten. In der Abtheilung der _Auctores antiquissimi_ unter Leitung des Prof. /Mommsen/ ist im Drucke fast vollendet die Ausgabe des _Corippus_ von Prof. /Partsch/ in Breslau. Auch der Druck der Werke des _Fortunat_ von Dr. /Leo/ hat begonnen. Kleine Chroniken des 5. u. 6. Jahrhunderts, die Prof. /Mommsen/ selbst bearbeiten wird, die Ausgabe des _Ausonius_ durch Prof. /Schenkl/ in Wien, die Collationen und Vorarbeiten für die _Variae_ des _Cassiodor_ und die Arbeiten für _Avitus_ und _Sidonius_ sind in gutem Fortgang. Von der Abtheilung _Scriptores_, die der Vorsitzende leitet, ist, wie oben bemerkt, der 24. Band vollendet. Er enthält außer dem, was schon im vorigen Bericht hervorgehoben, eine Reihe von Localchroniken, die noch dem 12. oder der ersten Hälfte des 13. Jahrh. angehören, wenn auch zum Theil mit späteren Fortsetzungen. Die Brabant und Flandern betreffenden Werke, Geschichte der Klöster Vicogne und Ardre, und das ausführliche, etwas poetisch gefärbte Werk des _Lambert_ über die Grafen von Guines hat Dr. Heller bearbeitet, die Kataloge und Chroniken der Kölner Erzbischöfe Dr. /Cardauns/ in Köln; dazu kommen die Denkmäler Freisinger Geschichte, Fortsetzungen der _Gesta Treverorum_ bis Boemund, mehrere bisher ungedruckte Metzer Geschichten, die kleineren Aufzeichnungen über die schwäbischen Klöster Salem, Weißenau, Marchthal, die interessanten Sammlungen und Nachrichten des Propstes _Cono_ zur Geschichte von Lausanne, anderes über Vienne, endlich die älteste Geschichte der Thüringer Landgrafen. -- Gleichzeitig ist der Druck des 25. Bandes fortgesetzt, der im Lauf des neuen Jahres vollendet werden soll. Für den 26. und den noch ausstehenden 13. Band sind die Vorarbeiten bedeutend vorgeschritten. Dr. /Krusch/ aus Görlitz hat die Bearbeitung des sogenannten _Fredegar_ in Angriff genommen, der sich in den _Scriptores rerum Francicarum aevi Merovingici_ an den _Gregor_ von Tours anschließen wird, dessen lange erwartete Ausgabe nun für dieses Jahr in Aussicht gestellt ist. Für den 15. Band, der die Streitschriften aus der Zeit Heinrichs IV. enthalten wird, hat Dr. /Schwenkenbecher/ in Glogau die Ausgabe der dem _Waltram_ zugeschriebenen Schrift _De unitate ecclesiae_ vollendet. Während /Dr. Rödiger/ in Straßburg und Dr. /Strauch/ in Tübingen mit dem ersten Band der Deutschen Chroniken beschäftigt sind, hat Dr. /Lichtenstein/ in Breslau, in Verbindung mit Prof. /Busson/ in Innsbruck, für den dritten Band _Ottokars_ steirische Reimchronik in Angriff genommen. Eine Reihe von Collationen und Abschriften wurden durch verschiedene Mitarbeiter in den betreffenden Bibliotheken besorgt. Zahlreiche Handschriften sind aber auch in diesem Jahr aus den Bibliotheken des In- und Auslandes zur Benutzung nach Berlin mitgetheilt worden. In der Abtheilung _Leges_ nähern sich die Ausgaben der _Lex Ribuaria_ und _Lex Salica_ von Prof. /Sohm/ in Straßburg und die neue Bearbeitung der _Capitularien_ von Prof. /Boretius/ in Halle der Vollendung. An die letztere wird sich eine neue Ausgabe der Fränkischen Concilien von Prof. /Maaßen/ in Wien anschließen. Die Formelsammlungen hat Dr. /Zeumer/ übernommen. Von Prof. /Frensdorff/ sind die Vorarbeiten für die Sammlung der Stadtrechte fortgesetzt worden. In der Abtheilung _Diplomata_ ist es gelungen ein erstes Heft der Urkunden Deutscher Könige und Kaiser, Konrad I. und Heinrich I. umfassend, zum Abschluß zu bringen. Die von Hofrath Prof. /Winkelmann/ in Heidelberg übernommene Ausgabe ungedruckter Urkunden der späteren Staufer und ihrer Gegenkönige und Nachfolger bis Richard und Alfons wird außer dem in den Sammlungen der _Monumenta_ vorhandenen Material auch das enthalten, was Hofrath Prof. _Ficker_ in Innsbruck zusammengebracht hat, im Ganzen über 500 Stücke, die in Anschluß an die aus dem Nachlaß Böhmers veröffentlichten _Acta imperii_ demnächst zur Veröffentlichung gelangen werden. Auch die von Prof. /Arndt/ in Marseille gefundenen Actenstücke zur Geschichte Kaiser Friedrichs II. sollen hier ihren Platz finden. Der für das verflossene Jahr in Aussicht genommene Druck der Briefe Gregors d. Gr. in der Abtheilung _Epistolae_ unter Leitung des Prof. /Wattenbach/ hat einen Aufschub erlitten. Derselbe ist insoweit aber auch nur günstig gewesen, als inzwischen die lange verschollene Handschrift jener Briefe, die Paulus an Adalhard sandte, von Dr. /Gillert/ in der k. Bibliothek zu Petersburg aufgefunden ist. -- Die Ausgabe der von /Pertz/ im vaticanischen Archiv abgeschriebenen Briefe wird Prof. /Wattenbach/ demnächst mit Hülfe eines zweiten Mitarbeiters in Angriff nehmen. In der Abtheilung _Antiquitates_ hat Prof. /Dümmler/ die Vorarbeiten für die Sammlung der Gedichte karolingischer Zeit, über die er im N. Archiv, Bd. 4, ausführliche Nachricht gegeben, so weit geführt, daß der Druck im Lauf des Jahres begonnen werden kann; das erste Heft wird die Zeit Karls d. Gr. umfassen. Es stehen also eine Reihe bedeutender Publicationen in Aussicht. =Mittheilung und Bitte um Auskunft.= Im Besitze Sr. K. Hoheit des Prinzen Georg, Herzogs zu Sachsen befindet sich eine in Birnbaumholz ausgeführte Schnitzerei, eine Grablegung darstellend, 56 cm. hoch, 70 cm. breit, vorn mit ~1523~ auf der Rückseite mit ~Veit 1523 Stoß~, bezeichnet. Sie stammt aus dem Besitze des Königs Friedrich August IV. von Sachsen; wie sie in denselben gelangte, ist unbekannt. Diese ausgezeichnete Arbeit zeigt 5 freie Figuren, welche sich um den Leichnam Christi gruppieren; nur die Rückseite ist glatt gearbeitet, ohne Zweifel dazu bestimmt, sich an eine Fläche zu legen. Die Rückseite zeigt ferner schwalbenschwanzartige Einschnitte mit Aufsatzöffnungen, wol bestimmt für Befestigungen an der Hinterwand, zugleich um wol drei Kreuze, jenes des Heilandes und jene der Schächer, aufzunehmen. Die Schnitzerei dürfte den Theil eines großen Altarschnitzwerkes bilden; sie ist von hoher künstlerischer Vollendung in der Anordnung der Figuren, wie in dem Ausdruck der Gemüthsbewegung, und zeigt die Eigenthümlichkeiten der anerkannten Werke des Veit Stoß und dessen Schule. Die ursprüngliche Polychromie ist bis auf wenige Stellen vollständig entfernt. Eine Photographie des Werkes übermittelte ich dem germanischen Museum, welches deren Einsicht gestattet; auch wäre ich bereit, unter Umständen, wenn zu kunstgeschichtlicher Richtigstellung nöthig, weitere Abzüge und Uebersendung derselben zu vermitteln. Die Schnitzerei befindet sich jetzt ausgestellt auf der Kunstgewerbe-Ausstellung zu Leipzig. An die Herren Kunstgelehrten und Künstler richte ich die ganz ergebenste Bitte, mir gütige Mittheilung machen zu wollen, falls irgend welche Beziehungen der beschriebenen Schnitzerei zu einer größeren Altarschnitzerei oder dergl. anzunehmen wären. /Dresden/, Mai 1879. Dr. R. /Steche/. Verantwortliche Redaction: Dr. A. /Essenwein/. Dr. G. K. /Frommann/. Verlag der literarisch-artistischen Anstalt des germanischen Museums in Nürnberg. Gedruckt bei U. E. /Sebald/ in Nürnberg. ANZEIGER FÜR KUNDE DER DEUTSCHEN VORZEIT. Neue Folge. Sechsundzwanzigster Jahrgang. [Illustration] =Nürnberg.= Das Abonnement des Blattes, welches alle Monate erscheint, wird ganzjährig angenommen und beträgt nach der neuesten Postconvention bei allen Postämtern und Buchhandlungen _Deutschlands_ incl. Oesterreichs 3 fl. 36 kr. im 24 fl.-Fuss oder 6 _M_. Für _Frankreich_ abonniert man in Paris bei der deutschen Buchhandlung von F. Klincksieck, Nr. 11 rue de Lille; für _England_ bei Williams & Norgate, 14 Henrietta-Street Covent-Garden in London; für _Nord-Amerika_ bei den Postämtern Bremen und Hamburg. Alle für das german. Museum bestimmten Sendungen auf dem Wege des Buchhandels werden durch den Commissionär der literar.-artist. Anstalt des Museums, /F. A. Brockhaus/ in Leipzig, befördert. ORGAN DES GERMANISCHEN MUSEUMS.

Chapters

1. Chapter 1 2. 14. Jahrh. 164 f. 3. 1879. Nº 1. Januar. 4. 1496. Vgl. Fr. v. Stälin a. a. O. III, 441, 457 ff. 555 f. 596 ff. 639. 5. 12. 13) zwei Lübecker Wittenpenninge, welche auf beiden Seiten im 6. 14. Jahrhunderts in Gestalt eines sechseckigen Sternes erbaut und 7. 1773. -- Von da an nicht mehr zu gottesdienstlichen Handlungen benützt, 8. 1879. Nº 1. Januar. 9. 1865. -- =Isny.= /Romuald Henger/, Wagnermeister: Bauerngürtel. 18. 10. 1878. 4. /A. Cohn/, Buchh.: v. Maltzahn, deutscher Bücherschatz 11. 1876. 8. Adami, Luise Königin von Preußen. 7. Aufl. 1876. 8. Virchow, 12. 8. /Otto Jancke/, Verlagsbuchh.: Springer, Anna Amalia von Weimar 13. 1878. 8. Sterchi, J., Nettiswyl u. das ehemalige Cluniacenser-Priorat 14. 8. Zöllner, d. deutsche Kirchenlied in der Oberlausitz. 1871. 8. 15. 8. /Louis Ehlermann/, Verlagsh.: Gödeke, Grundriß zur Geschichte der 16. 2. Aufl. 8. /Verwaltung der k. Sammlungen für Kunst u. Wissenschaft/: 17. 8. Oncken, der preuß.-hessische Zollverein vom 14. Febr. 1828. 1878. 18. 4. Statistik des Hamburgischen Staats. Heft I. 1867. 4. /Verwaltung der 19. 9. osa. 1864, 68, 71. 8. Aspelin, suomalais-ugrilaisen muinaistut 20. 1876. 8. Briefwechsel Alex. v. Humboldts mit Heinrich Berghaus; 3 21. 8. Gutzkow, Säkularbilder. 8. Ders., zur Geschichte unserer Zeit. 8. 22. 8. /Gustav Fischer/, Verlagsh.: Schultze, Geschichte der Renaissance. 23. 1874. 8. Schmidt, Pariser Zustände während d. Revolutionszeit v. 24. 1875. 8. Molitor, der Verrath von Breisach 1639. 1875. 8. Muther, zur 25. 1876. 8. Döring, die Kunstlehre des Aristoteles. 1876. 8. /Ed. 26. 1874. 4. v. Neumann, d. wichtigsten Angaben über die Handfeuerwaffen 27. 1. Januar, vom J. 525 ab bis zum J. 1925. 1876. 8. -- =Leipzig.= /F. 28. 1878. 8. /Dörffling u. Franke/, Verlagshandl.: Kahnis, die deutsche 29. 1875. 8. Tobler, descriptiones terrae sanctae ex saec. VIII. IX. XII. 30. 8. /Carl Merhoff/’s Verlag: Held, d. Antheil d. bayer. Armee an d. 31. 44. session. 1878. 8. -- =Quedlinburg.= /H. C. Huch/, Buchhandl.: 32. 1877. 8. Der Kanton St. Gallen in der Restaurationszeit. 1878. 4. -- 33. 1870. 4. -- =Stuttgart.= /Julius Maier/, Verlagshdl.: Andree, 34. 8. Andree, wendische Wanderstudien. 1874. 8. Scheck, 500 germanische 35. 2. Aufl. VII-XI, 2. 1875-78. 8. Reber, Geschichte der deutschen Kunst 36. 2. Aufl. 1871. 8. Candidatenfahrten aus den Papieren eines schwäb. 37. 8. Ders., Sonst u. Jetzt. 8. Friedberg, Aktenstücke, die altkatholische 38. 8. /J. C. B. Mohr/, akadem. Verlagshndl. (H. Laupp’sche Buchhndl.): 39. 1878. 8. 40. 16. Jahrh.) -- Hausthüre. (17. Jahrh.) -- Entwurf eines Schmuckes. 41. 17. Jahrhundert. Von C. W. Hingst. -- Nachrichten aus dem Knopfe des 42. 13. oder 14. Jahrhundert entstammen, gefunden haben. Schon an sich 43. 13. Jahrhunderts erkennen wird, wenn demnächst Fikentscher’s in 44. 1879. Nº 2. Februar. 45. 1879. Nº 2. Februar. 46. 1. Juli v. J. /Bamberg./ Pfleger: /F. Deuerling/, Kaufmann, 47. 1. Juli v. J. /Kiel./ Pfleger: Dr. med. /Paulsen/ seit 18. 48. 18. Jahrh. Zekokarte von 78 Blättern. 19. Jahrh. -- =Nürnberg.= 49. 1878. 8. Meyer, Beiträge zur Geschichte der fideicommissarischen 50. 1878. 4. -- =Brüssel.= /Académie royale des sciences, des lettres et 51. 10. Heft 1878. 8. -- =Frankfurt a. M.= /K. Th. Völcker/ und /Heinr. 52. 78. (Bd. VI, 3. u. 4. Heft). 1878. 8. -- =Graz.= /Akadem. Lese-Verein/: 53. 8. -- =Landshut.= /Histor. Verein von u. für Niederbayern/: Ders., 54. 1878. 8. -- =Ludwigsburg.= /L. Zahn/: Ders., frisch, fromm, fröhlich, 55. 1879. 8. Vilmar, zum Verständnisse Göthe’s; 4. Aufl. 1879. 8. -- 56. 1681. 8. Schröterus, diatribae domesticae. 1615. 4. /J. Hailmann/, 57. 1879. 8. -- Stettin. /Gesellschaft für pommer’sche Geschichte und 58. 1878. (4. Heft). 1878. 8. Schmidt, Urkundenbuch der Stadt Halberstadt. 59. 8. Haus von Hausen, Gleichenberg in Steiermark; 2. Aufl. 1875. 8. 60. 1875. 8. Friedjung, Kaiser Karl IV. und sein Antheil am geistigen 61. 1876. 8. Weinhold, Weihnacht-Spiele und Lieder aus Süddeutschland und 62. 1876. 8. Ipolyi, Geschichte der Stadt Neusohl. 1875. 8. Walther, 63. 1877. 8. Witzschel, Luthers Aufenthalt auf der Wartburg. 1876. 8. v. 64. 1879. Nr. 160. Wien. 1. Jan. 1879. 8. 65. 1878. 8. 66. 2. Heft. Karlsruhe. 1878. 8. 67. 1879. Nº 3. März. 68. 1434. 4. Juni, Ulm. 69. 2. Bd., S. 13.) Das ehemalige Gebäude gehörte dem Uebergangsstile an, 70. 12. Juli 1198 die neue aus Stein erbaute Jacobskirche eingeweiht vom 71. 1879. Nº 3. März. 72. 1. 1879. 8. -- ~Amsterdam.~ /Königl. Akademie der Wissenschaften/: 73. 8. -- ~Darmstadt.~ /Histor. Verein für das Großherzogthum Hessen/: 74. 1879. 4. Verzeichniß der Vorlesungen etc. 1879. 4. -- ~Nürnberg.~ 75. 1878. 8. u. 4 weitere akadem. Gelegenheitsschriften. -- ~Uffenheim.~ 76. 1878. 8. -- ~Wien.~ /Wissenschaftlicher Club/: Ders., Jahresbericht; 77. 1878. 8. CCCXVII u. 477 Stn. 78. 1879. Nr. 161. Wien. 1. Febr. 1879. 8. 79. 1879. Nr. 7-9. Nürnberg. 1879. 8. 80. 1878. 8. 81. 475. Stn. -- CXXXVII: Hermann von Sachsenheim. Hrsg. v. Ernst Martin. 82. 1879. Nr. 1-3. Dresden. 1879. 4. 83. 1878. 8. 84. 29. November 1878.) -- Die Münzen sind schon verkauft. 85. 1879. Nº 4. April. 86. 1879. Nº 4. April. 87. 1878. 8. -- ~Basel.~ /Histor. Gesellschaft/ und /Gesellschaft für 88. 1878. 4. -- ~Dresden.~ /Ch. G. Ernst am Ende/, Bibliothekar: Ders., 89. 16. Jahrh. 1879. 8. /Dr. Karl von Weber/, Geheimrath, Direktor des 90. 13. Jahrh. 1879. 4. -- ~Frauenfeld.~ /J. Huber/, Buchh.: Häberlin, 91. 1876. 8. Sonderabdr. -- ~Freiburg i. Br.~ /Herder’sche/ Verlagsh.: 92. 1878. 8. /C. A. Starke/, Verlagsh.: Des Konrad Grünenberg Wappenbuch, 93. 1870. 8. Teutsch, der Sachsengraf Albert Huet. 1875. 8. Fabritius, 94. 8. /Verein für siebenbürgische Landeskunde/: Ders., Archiv etc.; 95. 8. Bericht über das Freih. Samuel von Bruckenthalsche Museum in 96. 1878. 4. Amtliches Verzeichniß des Personals etc. 1878 u. 1878/79. 8. 97. 1873. 8. Beaulieu-Marconnay, der Hubertusburger Friede. 1871. 8. Ders., 98. 8. Bürster, Beschreibung des schwed. Krieges, 1630-47, hrsg. v. Fr. 99. 8. Hirsch, byzantin. Studien. 1876. 8. Huschke, Gaius. Beiträge zur 100. 1858. 8. Königer, d. Völkerschlacht bei Leipzig. 1864. 8. Ders., der 101. 8. Lang, David Friedrich Strauß. 1874. 8. Lehmann, Knesebeck und 102. 8. Ders., Göthe und Felix Mendelssohn-Bartholdy. 1871. 8. Meyer, zur 103. 8. Meyer von Knonau, über Nithards vier Bücher Geschichten. 1866. 8. 104. 1876. 8. Muther, statuta facultatis jureconsultorum Vitebergensium anno 105. 1863. 8. Ders., der Rechtsstreit über das Eigenthum an den Domänen des 106. 8. Ders., die Chronik des Dino Compagni. 1875. 8. Sierke, Schwärmer 107. 72. 8. Staatengeschichte der neuesten Zeit; hrsg. von Biedermann. 23 108. 8. Ders., archäolog. Wanderungen durch Kirchen des Kreises Jerichow 109. 8. Erneuerte allgemeine Altmühl-Wasser-Fisch-Ordnung 1735. 2. 110. 8. -- ~Treuchtlingen.~ /Adolf Pernwerth von Bärnstein/: Ders., 111. 8. /Alterthums-Verein/: Ders., Berichte und Mittheilungen etc.; Bd. 112. 8. /R. von Waldheim/, artist. Anstalt und Verlagsh.: Almanach der 113. 8. Giehne, Mährchen für Jung und Alt. 8. Herrmann, Naturgeschichte 114. 1879. Nr. 162 u. 163. Wien, 1. März u. 1. April 1879. 8. 115. 1879. 8. 116. 727. Von Dr. R. Niemann. -- Ueber den Ligeris in der Lex Salica. Von R. 117. 1879. 8. 118. 1879. Nr. 10-16. Nürnberg. 1879. 8. 119. 1879. 8. 120. 1879. Nº 5. Mai. 121. 15. Um den schlimmen metrischen Fehler zu verbessern, müsste man 122. 27. Etwas erträglicher wird der Vers durch die Umstellung: Manerie 123. 47. intanto conmeto steht ziemlich deutlich da. Dem Sinne, aber nicht 124. 65. hec habe ich zugesetzt. 125. 8. (1865), p. 412]. Teutonice isti vocant se /die weisen/. qui 126. 1. Ueber ein Schmählied aus der Reformationszeit. 127. 2. Ueber die Anlage einer Wasserkunst in Magdeburg. 128. 1879. Nº 5. Mai. 129. 18. Jahrhundert. /Klüppel/, Fabrikbesitzer: Vogelperspektive des 130. 1878. 8. =Frankfurt a. M.= Dr. /J. Becker/, Inspektor u. Professor der 131. 2. -- =Hanau.= /K. Gymnasium/: Suchier, die Grabmonumente u. Särge der 132. 4. Pr. /Realschule/ II.: Ehlers, geschichtl. Entwickelung der französ. 133. 1879. 4. -- =Hirschberg.= /A. M. Ottow/: Eine Anzahl (34) Schriften 134. 1878. 8. Neuburg, über die Ausdehnung der Zunftgerichtsbarkeit in 135. 1878. 1879. 4. Dr. juris /Aurelius Schmid/: Ders., die Durchführung des 136. 8. Sonderabdr. Ueber die Vorläufer und Anfänge des Formenschnitts. 8. 137. 1878. 79. 4. Pr. -- =Plauen i. V.= /Gymnasial- u. Realschul-Anstalt/: 138. 4. Pr. -- =Rotterdam.= /Van Hengel u. Eeltjes/, Verlagsh.: Archief 139. 1874. 75. 8. Hildebrand, minnespenningar ösfer enskilda Svenska män 140. 1879. 8. 141. 1879. Nr. 17 u. 18. Nürnberg, 1879. 8. 142. 1879. Nº 6. Juni. 143. 1. Estas jam redit florida 144. 2. Dulcis garritus avium 145. 3. Hec omnia sunt vanitas 146. 1879. Nº 6. Juni. 147. 8. v. Bergh, letzte Reisebriefe über Portugal u. Spanien. 8. /Verein 148. 1878. 4. -- =Fantasie bei Bayreuth.= /Hille/, Privatier: Hille, theses 149. 3. 1872 u. 1878. 4. -- =Hannover.= /E. Hahn/, Medizinalrath: Heine, 150. 8. Adreßbuch, Stadt- u. Geschäfts-Handbuch der k. Residenzstadt 151. 1864. 8. Das Staatsbudget u. das Bedürfniß für Kunst u. Wissenschaft 152. 8. Bericht über die Wirksamkeit und die Verwaltung des Kunst-Vereins 153. 8. Verwaltungsbericht des Vorstandes des Lokalvereins f. d. k. 154. 8. Jahresbericht der Kinder-Heilanstalt in Harzburg. 1877. 8. 43. 155. 31. u. 32. Jahresbericht üb. d. Familienpflege der Pestalozzi-Stiftung 156. 1876. 79. 8. Statuten des Vereins gegen Hausbettelei in Hannover. 8. 157. 1876. 8. Unterhaltungsblatt zum Frankenthaler Tageblatt. 1878. 4. -- 158. 1879. Nr. 165. Wien, 1. Mai 1879. 8. 159. 1879. 8. 160. 1879. Nr. 19-24. Nürnberg, 1879. 8. 161. 29. Von F. Ohlenschlager. -- Wo haben wir die beiden Lager und das 162. 1879. Nr. 4. Berlin. 1879. 4. 163. 40. Nachricht über dens. Verein. Hannover, Hahn. 1878. 8. 164. 1879. 8. 165. 11. Jahrhunderts stattgefunden haben. 166. 1879. Nº 7. Juli. 167. 18. Jahrh. angehörigen Stücke, deren Heimath zu großem Theile in Böhmen 168. 1879. Nº 7. Juli. 169. 7. Altdeutsche Schule, heilige Familie. 8. Altdeutsche Schule, 170. 1879. 8. Mittheilungen etc.; 1877, 3. 4. 1878 u. 1879, 1. 8. Pinder, 171. 1879. 4. Pr. -- =Milwaukee.= /Naturhistor. Verein von Wisconsin/: 172. 1871. 8. Tussaud, exhibition catalogue. 1874. 8. Verzeichniß der 173. 1878. 8. 174. 1650. Kaufbrief des Johann Siegmund Haller v. Hallerstein, als Jobst 175. 1879. Nr. 25-28. Nürnberg, 1879. 8. 176. 6. Juni. 4. 177. 53. Seiten. 178. 2. Bruxelles, 1879. 8. 179. 8. 24 Stn. u. 2 Tafeln. 180. 16. Jahrh. beigetragen haben. Er wollte aber vor allem diese Motive 181. 15. Jahrh. bloßgelegt worden. An der Ostseite, zur Rechten des Altars 182. 1879. Nº 8. August. 183. 17. Oct. 1416 dem König Sigismund überreicht und darin die Verdienste 184. 18. Jahrh., welcher aus der Prunkstube des 17. geworden, ist ebenso 185. 1879. Nº 8. August. 186. 17. Jahrh. Karte von Böhmen, Kupferst. 18. Jahrh. /Max Günther/, 187. 1879. 4. Curtius, Kaiser Wilhelm’s Friedensregiment. 1879. 4. Geppert, 188. 1879. 4. Eine Audienz Breslauer Bürger bei Napoleon I. 1813. 1878. 8. 189. 3. Folge, XVII. Heft. 1878. 8. -- =Donaueschingen.= /Großherzogl. 190. 8. -- =Emden.= /Gesellschaft für bildende Kunst u. vaterländische 191. 1879. 8. -- =Harlem.= /Société Hollandaise des sciences/: Dies., 192. 5. livr. 1878. 8. -- =Heidelberg.= /Universität/: Karlowa, über die 193. 1. 1879. 8. -- =Karlsruhe.= /Badischer Frauenverein/: 19. Jahresbericht 194. 1879. 4. -- =Krakau.= /Akademie der Wissenschaften/: Dies., Rozprawy 195. 1879. 8. Pr. -- =Mühlbach.= /Evangel. Unter-Gymnasium/: Wolf, deutsche 196. 2. 1878. 4. /Direktion der k. Hof- u. Staats-Bibliothek/: Catalogus 197. 1873. 8. Jebb, an address to the students of the Cambridge School 198. 1879. 4. Pr. -- =Prag.= /Deutsches Staats-Realgymnasium/: Michl, das 199. 43. Jahrg. 1878. 8. -- =Stuttgart.= /K. württemb. statist. topogr. 200. 1879. 8. -- =Wien.= /K. k. akadem. Gymnasium/: Hintner, Benennung 201. 8. Zvěřina, die didaktische Behandlung der französischen 202. 4. Pr. Ders., zur Würdigung Molière’s. 1878. 4. Pr. /G. Korschelt/, 203. 1879. Nr. 7. Hermannstadt, 15. Juli. 8. 204. 1879. Nr. 7. Redacteur Dr. Carl Förster. München, 1879. 8. 205. 3. Heft. Karlsruhe. 1878. 8. 206. 1879. Paris, 1879. 8. 207. 1878. 8. 208. 2. Stockwerkes mit dem Aushauen der durch die Witterungseinflüsse 209. 1879. Nº 9. September. 210. 1879. _Nº 9._ September. 211. 1848. Bronzemedaille auf die dritte Säcularfeier des Gymnasiums 212. 1879. 8. -- =Dinkelsbühl.= /K. Lateinschule/: Schepß, sechs Maihinger 213. 1879. 4. -- =Köln.= /Dr. Herm. Becker/, Oberbürgermeister: Journal 214. 2. Heft 1879. 8. -- =~Leipzig.= /B. G. Teubner/, Verlagshdl.: Archiv 215. 3. 4. V-IX, 1. 1875-79. 8. -- =Lüttich.= /Institut archéologique 216. 19. Lfg. 1878. 8. Guide to Munich and its environs; 4^{th} ed. 1879. 8. 217. 16. /K. Kunstgewerb-Schule/: Dies., Jahres-Bericht für das Jahr 218. 8. Unterthänigste Vorstellung des Magistrats der Stadt Miltenberg an 219. 8. Saß, zur Genealogie der Grafen von Dannenberg. 1878. 8. Schmidt, 220. 1193. 1879. 8. Schweppe, études sur Girart de Rossilho, chanson de 221. 1878. 8. Starck, die Darstellungsmittel des Wolfram’schen Humors; 222. 4. -- =Salzwedel.= /Altmärkischer Verein für vaterländ. Geschichte 223. 1879. 8. -- =Schwerin.= /Verein für meklenburgische Geschichte und 224. 1875. 8. -- =Siegen.= /Eduard Manger/, Rechnungsrath: Ders., die 225. 1879. 8. Sonderabdr. -- =Stuttgart.= /Carl Lotter/: Ders., Stammbaum 226. 1693. 2. Innung des Bäckerhandwerks zu Werdau. Pgm. Hs. 1534. 2. 227. 1879. 8. 228. 1879. -- Glaskelche und Glaspatenen, Vortrag... von Carl Friedrich. -- 229. 1590. Mit einem Vorwort von Dr. O. von Schorn. Herausgegeben von dem 230. 1879. 8. XXX u. 177 Stn. 231. 1879. Nº 10. October. 232. 15. Jahrh. (Leipzig, 1855, S. 6 ff.) und Gerh. v. /Zezschwitz/: 233. 25. März 1422. 234. 1879. Nº 10. October. 235. 8. Ders., neue praktische Erörterungen aus den Gebieten des preuß. 236. 1878. 8; u. 24 weitere akademische Gelegenheitschriften. -- =Dresden.= 237. 4. -- =Elberfeld.= /Bergischer Geschichtsverein/: Ders., Zeitschrift 238. 8. -- =Görlitz.= /C. A. Starke/, Verlags-, Buch- und Kunsthandlung: 239. 24. gr. 2. Gritzner, Standes-Erhebungen etc.; Lief. 9. 1879. 8. -- 240. 8. Ders., Beiträge etc., 16. Jhg. 1879. 8. -- =Hannover.= /Hahn/’sche 241. 1879. 2. Monuments Germaniae historica: Diplomatum regum et imperatorum 242. 1879. 8. -- =Helsingfors.= /Société des sciences de Finlande/: Dies., 243. 8. Observations météorologiques; année 1875, 1876, 1878. 8. Hjelt, 244. 1877. 4. Sonderabdr. 245. 1879. Nr. 37 und 38. Nürnberg, 1879. 8. 246. 1879. 8. (Mit 1 Kärtchen.) 247. 1879. 8. 248. 1879. 8. 211 Seiten. 249. 14. Jhdts. angehörig, in jüngsten Jahren durch Dr. Mehlis vielseitig in 250. 4. October hielt die historische Commission ihre diesjährige 251. 1879. Nº 11. November. 252. 1143. /Fazilett/, /Fazinett/, Schnupftuch, Handtuch, Tellertuch (v. 253. 1879. Nº 11. November. 254. 8. -- =Breslau.= /Verein für das Museum schlesischer Alterthümer/: 255. 1612. 4. Wahl vnd Crönungshandlung .... Matthiae Erwehlten Röm. 256. 1612. 4. Furirzettel deß... Herrn Ferdinanden, Ertzbischoffen zu Cölln 257. 1804. 8. Merkel und Dismembration. 1804. 8. Jarick, de judiciis Dei 258. 1846. 8. Eberty, Schutzschrift für Gustav Apolph Wislicenus. 1846. 8. 259. 8. Moras, Haft und Flucht. 1847. 8. Die neuen ständischen Gesetze 260. 1878. 8. Mohl, Kommissions-Bericht an die württemb. Kammer der 261. 8. Thiem, das Wasserwerk der Stadt Nürnberg. 1879. 4. -- =Prag.= 262. 1878. 79. 1879. 8. -- =Speier.= /Histor. Verein der Pfalz/: Ders., 263. 1809. 4. Goldmayer, Beiträge zur Geschichte der k. Universität zu 264. 1821. 8. Geschichtliche Darstellung des Rücktritts Sr. Exe. des Herrn 265. 1827. 8. Wolf, Beschreibung der Bergruinen und Schlösser im Bezirke 266. 8. Kurzer Abriss aus der deutschen Münzgeschichte. 1837. 8. Höfling, 267. 1845. 8. Rau, die Regiments-Verfassung der freien Reichsstadt Speier; 268. 1849. 8. Englert, histor. Denkwürdigkeiten der ehemal. Fürstpropstei 269. 1855. 8. Pr. Kraus, Karlsburg und die heil. Gertrudis. 1858. 8. 270. 2. Aufl. 1862. 8. Gutenäcker, Franz Ludwig, Fürstbischof von Bamberg 271. 8. Sonderabdr. Rein, ungedruckte Regesten zur Geschichte von Weimar, 272. 1684. Von Dr. Edmund Schebek. -- Miscellen: Aus dem Sagenbuche 273. 1879. Forts. -- Glaskelche und Glaspatenen. Vortrag von Carl Friedrich. 274. 3. d. Mts. wurde von Herrn Lehrer F. Borcherding eine Urne vorgezeigt, 275. 1879. Nº 12. December. 276. 1. Das allerhöchst und sündlichst Laster, so sy beide obermelte 277. 2. Item ungefähr in 8 Tagen nach irem Versprechen seye der böse Geist 278. 3. item vor etlich verschinen Jahren sei sie mit ihrem Buhlen in 279. 4. item vor etlich Jahren sein sie abermals mit ihrem Buhlen uf einen 280. 5. item sie und genannte ihr Schwester Barbara haben vor etlich Jahren 281. 6. item, wann sie von ihren Mann hinweg gefahren, so hab sie ihme 282. 7. item, einsmals sei sie auf den Heuberg am Reittanz gefahren. Da 283. 8. item, dem Hanns Schedler in Brand hab sie vielmalen seinem Vieh die 284. 9. item vor Jahren sei sie mit ihrem Buolen ins Palendt gefahren und 285. 12. item Regenwetter hab sie ohne Zahl gemacht, das sie hab thun 286. 14. item oft genannter ihr Buol hab ihr etlichmalen Geld geben, da sie 287. 15. item wann sie in Kirchen gangen und zu den österlichen Zeiten zu 288. 16. Beschließlich sei am Donstag zuvor, wie man sie am Samstag zu nacht 289. 1133. --] 290. 1507. Adj primo maij. 291. 1. Magister Michael Arnold, Prediger in Görlitz, hat etliche silberne 292. 2. Der Görlitzer Rath verwendet sich 1520 vig. ascens. dni. (16. Mai) 293. 1879. Nº 12. December. 294. 2. Ulanen Regiment, 3 m., Gulde, Rechtsanwalt und Stadtrath, 2 m.; 295. 8. -- =Geldern.= /Friedr. Nettesheim/: Ders., Geschichte der Schulen 296. 8. Schröter, die hundertjährige Geschichte der Einzelhaft. 1877. 8. 297. 15. Jahrhdts. 4. Pr. Bintz, die volksthümlichen Leibesübungen des 298. 2. Lfg. 1879. Imp. 2 und 4. -- =Innsbruck.= /Freih. Leopold v. 299. 8. Hennes, der Kampf um das Erzstift Köln zur Zeit der Kurfürsten 300. 8. Storm, Snorre Sturlassöns Historieskriving. 1873. 8. Allen, om 301. 4. Sonderabdr. Magnusen, om de gamle Skandinavers Inddeling af Dagens 302. 1869. 4. Sonderabdr. Müller, det saalkaldte Hagekors’s Anvendelse og 303. 1878. 8. Leipzig und seine Universität vor hundert Jahren. /F. A. 304. 70. Liefg. 1879. 8. /Dunker u. Humblot/, Verlagshandlung: von Bunge, 305. 1878. 8. v. Salpius, Paul von Fuchs, ein brandenburgisch-preußischer 306. 1873. 8. Zapp, Geschichte der deutschen Frauen; 2. Aufl. 1872. 8. 307. 1480. 1879. 8. Pr. -- =Salzungen.= /Dr. Gustav Lommler/: Pascha, 308. 4. Büsching, Erdbeschreibung; 6. u. 8. Thl. 7. Aufl. 1790 u. 91. 8. 309. 4. -- =Stendal.= /Franzen u. Große/, Verlagsh.: Das linke Rheinufer, 310. 1879. 4. -- =Utrecht.= /Provinciaal Utrechtsch-Genootschap/: Dies., 311. 1879. 4. u. 2. Text S. 17-26. Abbildgn. T. 9-16. 312. 1879. Nr. 43-48. Nürnberg, 1879. 8. 313. 1574. Von v. Bülow. -- Venetianische Actenstücke zur Geschichte von 314. 1879. 8. 315. 1879. 8. 316. 1879. Montauban, 1879. 8. 317. 1878. 8. 318. 26. Mei 1879, uitgebracht door den voorzitter. 8. 319. 1879. 8.

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